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Unseren Studenten habe ich immer gepredigt, dass die Schönheit nicht im Auge des Betrachters liegt, sondern dass es durchaus einen Konsens darüber gibt, was als schön gilt und was nicht. Diesbezüglich scheint der kryptische Schlachtruf der Moderne „Form follows functions“ und seine reduktionistische Perspektive nicht ganz richtig zu sein. Tatsächlich hat das Ornamentale mehr mit Schönheit zu tun als der Minimalismus. Ein Beispiel hierfür ist das elegante, ehemalige Grand Hotel, das 1903 in Palma de Mallorca als Jugendstil-Bau errichtet wurde.

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Zur wechselvollen Geschichte des Hauses führte der spanische Bürgerkrieg (1936 – 39), der zum Zusammenbruch des Tourismus führte. Nach der franquistischen Diktatur (1939–1976) begannen 1987 die Sanierungsarbeiten. Zahlreiche dekorative Elemente mussten restauriert resp. ersetzt werden, die essentiell für den historischen Bau sind. Heute dient das prachtvolle Gebäude als Sitz der Stiftung „la Caixa“ und wird für Kunstausstellungen genutzt. Auf jeden Fall zeigt das prunkvolle Gebäude ostentativ, dass es sehr normative, allgemein gültige Kriterien für die Schönheit gibt.

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