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fullsizeoutput_266cSicherlich ist bei der gestrigen Veranstaltung im Theo-Burauen-Saal vielen Besuchern ein Licht aufgegangen. Die Kölner SPD-Stadtratsfraktion hatte ins Rathaus eingeladen zum Thema Wohnen in der Stadt. Sie sucht nach Lösungsmöglichkeiten, mehr leistbare Wohnungen zu schaffen und gleichzeitig die Wohnungen im Bestand bezahlbar zu halten.

fullsizeoutput_2673In der Mitte: Markus Greitemann, Dezernent des Amts für Stadtentwicklung, Planen und Bauen

Die Herausforderungen sind riesig: Auch in Köln ist aus einem Wohnungsmangel mittlerweile eine eklatante Wohnungsnot geworden. Zudem werden die Mieten bestehender Wohnungen immer teurer. Daher sucht die SPD-Stadtratsfraktion Lösungen für dieses zentrale Problem.

fullsizeoutput_266fGunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Uwe Eichner, der Vorstandsvorsitzender der Kölner GAG-Immobilien AG, erklärte: „Auf teurem Grund entsteht kein günstiger Wohnungsbau.“ Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. In der Tat sind Baugrundstücke auch in der Dom-Stadt mehr als rar und extrem teuer. Die Verfügbarkeit von Bauland ist die zentrale Stellschraube für die Realisierung von innerstädtischem Wohnungsbau. Hier liegt das meiste Potenzial, um dem Mangel im Wohnungsbau effektiv zu begegnen.

Franz Xaver Corneth, Vorsitzender des Kölner Mieterverein, warf der Stadt vor: „In Köln wird zuviel geredet anstatt zu machen.“ Er behauptete: „Wir haben in Köln Grundstücke genug.“ Wer ein bisschen aufmerksamer durch Großstädte wie Köln geht, wird fast unweigerlich auf eine Fülle von Potentialflächen stoßen, die nur aktiviert werden müssen.

fullsizeoutput_266dMike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt/M.

Was möglich ist:
Da die hohen Grundstückspreise den Löwenanteil der Baukosten ausmachen, hat der Kölner Stadtrat im März 2018 beschlossen, die Flächenpotentiale von öffentlichen Parkplätzen durch eine Überbauung mit Wohnhäusern auf Stelzen zu aktivieren, um so bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Inanspruchnahme der Funktionsfläche bedeutet nicht den ersatzlosen Wegfall, sondern es geht um die Nutzung des Luftraums.

Perspektive1Parkplatzüberbauung in Trier – Bauweise mit Holzmodulen: kom­pakter, aufgestelzter Baukörper mit vorgehängten Balkonen als gestalterisches Element.

Ein schönes Beispiel für die Probe aufs Exempel liefern unsere Projekte für eine Parkplatzüberbauung in Koblenz und Trier. Dazu zählen auch eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, Car-Sharing- und Leihfahrradangebote sowie Stationen für E-Mobilität.

3Parkplatzüberbauung in Koblenz – Anspruchsvolle Architektur und serielles Bauen müssen sich nicht ausschließen.

Mit der St. Laurentiuskirche, die inmitten des Universitätsquartiers steht und z. Zt. in einen Hörsaal umgewandelt wird, hat Markus Greitemann, der neue Baudezernent der Stadt Köln, bereits bewiesen, dass er für ungewöhnliche Lösungen zugänglich ist.

Ein Kommentar zu “Bezahlbare Wohnungen schaffen

  1. Pingback: Wahnsinn | ARCH BLOG

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