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Immobilienpreise auf Rekordhoch

Erneut sind die Baupreise in Deutschland für Wohnbauten gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr um 4,1%. Laut dem Statistischen Bundesamt gab es nur im November 2007 ein höheres Plus. Die Preise für Rohbauarbeiten stiegen sogar um 4,6%, für Zimmer- und Holzbauarbeiten sind es 4,3% mehr. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) bemängelt, dass die Realität noch drastischer sei. „Ordnungsrechtliche Vorgaben und gestiegene Qualitätsansprüche sind hier noch nicht eingerechnet“, sagt Andreas Ibel (BFW-Präsident). Er moniert zudem den „wuchernden Regulierungsdschungel“ und macht auf ein weiteres gravierendes Problem aufmerksam, dass es nämlich immer schwieriger wird, Baufirmen zu finden.

Seit dem Millennium beläuft sich das Plus der Baukosten auf 55 Prozent. Zum Vergleich stieg das allgemeine Preisniveau im selben Zeitraum nur um 28 Prozent. Allein 16 Prozentpunkte der gestiegenen Baukosten führen die Verbände auf die strengeren Vorschriften zum Energiesparen zurück. Laut einer Studie des Verbändebündnisses Wohnungsbau wird festgestellt, dass die Bauland-Preise seit 1995 um 170 Prozent gestiegen sind.

Preistreiber Grundstück

So ist es kein Wunder, dass allerorten der Mangel an günstigen und bezahlbaren Wohnungen weiter zunimmt – vor allem auch deswegen, weil in städtischen Lagen unbebaute Grundstücksflächen mehr als rar sind und nicht nur extrem teuer. Und der Zuzug in die Ballungszentren macht Wohnraum in den Städten fürwahr nochmals zur Mangelware.

Was liegt da also näher, als den vorhandenen Raum in der Höhe zu überbauen? Fraglos genial einfach und einfach genial: Mit der Idee Parkplätze zu überbauen würden bereits versiegelte Flächen doppelt genutzt, zum einen weiterhin als Fläche für den ruhenden Verkehr, zum anderen auch für den Bau von Wohnungen. Das Modellprojekt lässt sich überall realisieren, wo man bezahlbaren Wohnraum dringend braucht. Es ist eine Idee für alle Kommunen, in deren Innenstadt es zwar keine Baugrundstücke mehr gibt, aber hektarweise Parkplatz-Areale, die man mit solchen Wohnhäusern auf Stelzen überbauen könnte.

Urbanes Lebensgefühl ist zunehmend gefragt

Auch für die Stadt ist das Projekt vorteilhaft: Es fördert die Verdichtung, gleichzeitig wird eine Zersiedelung vermieden. Und in 10 Jahren könnte obendrein ein urbanes, dynamisches Quartier entstehen, wenn das EG dann als öffentlicher Raum aktiviert würde, wenn es zum einladend-schattigen „Freespace“ transformiert würde: eine geschützte Plaza mit Cafés und Restaurants im Freien. Wir müssen den Blickwinkel auf das Problem kalibrieren!

 

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