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Perspektive1Image Courtesy © HerrmannsArchitekten

Vor allem in den stark wachsenden Groß- und Universitätsstädten nimmt die Nachfrage nach Wohnraum unaufhörlich zu; verursacht vor allem durch die Zuwanderung,  aber auch durch die steigenden Studentenzahlen. Mieten und Bodenpreise steigen entsprechend an. Die vergebliche Suche nach kostengünstigem Bauland in den Städten ist ein wesentlicher Grund für das Fehlen bezahlbarer Wohnungen. Der frühere OB der Stadt München (und einstige  Bundesbauminister) Hans-Jochen Vogel beziffert die Preissteigerung für Bauland in München, in der Zeit von 1950 bis 2015, mit 34.263 Prozent. In Hamburg, Berlin und anderswo herrschen die gleichen dramatischen Teuerungsraten. Deshalb plant Hamburg beispielsweise in Oberbillwerder auf einem 360 Hektar großem Planungsgebiet  einen komplett neuen Stadtteil.

Im Westen von München – in Freiham – entsteht bereits auf einem zuvor unbebautem Areal ein Neubaugebiet für 25.000 Bewohner. Für den ersten Realisierungsabschnitt hatte das Planungsreferat sechs Grundstücke ausgeschrieben für ca. 1.000 genossenschaftliche Wohnungen. Auf allen Flächen soll gemäß der Münchner Mischung ein Mix aus EOF-Wohnungen (einkommensorientierte Förderung), München-Modell (für Menschen mit mittleren Einkommen) und Konzeptionellem Mietwohnungsbau (KMB) entstehen.

Bauland wird zunehmend unleistbar; dennoch muss dringend neuer Wohnraum geschaffen werden.

Die Stadt wollte die Grundstücke zum aktuellen Verkehrswert abgeben, wobei die Wohnungen 60 Jahre lang nicht in Eigentum umgewandelt und verkauft werden dürfen. Diese Vorgabe soll sich dämpfend auf die Grundstückspreise auswirken, so die Idee hinter KMB. Aber – ganz abgesehen von den heftig gestiegenen Baukosten – kann man zu den Preisen, die derzeit am überhitzten Markt für Grundstücke verlangt werden, keine bezahlbaren Wohnungen bauen. Und tatsächlich hat bisher auch keine einzige Genossenschaft ein Baugrundstück erworben.

fullsizeoutput_1af5Google-Screenshots – Images © HerrmannsArchitekten

Wie lässt sich also preiswert neuer Wohnraum in den Städten schaffen? Auf diese drängende Frage gibt es eine ebenso einfache wie einleuchtende Antwort. Bislang als reine Parkplätze mindergenutzte Flächen bieten große innerstädtische Wohnbau-Potentiale. Durch diese Nachverdichtung erfahren die „Brachflächen“ eine deutliche Nutzungssteigerung. Mit Wohnhäusern auf Stelzen – eingebettet in die urbane Struktur – erhalten Städte einen wertvollen Baustein zur Verbesserung des Stadtbildes und eine neue, bezahlbare Adresse. Meine Forderung „innerstädtische Parkplätze zu überbauen“ findet immer mehr Zustimmung.

 

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