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lissitzkyvcfcdcd2Wolkenbügel, 1924 (The Getty Research Institute, Los Angeles)

Zum Tag der Architektur 2018 findet in der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (Bierstadter Straße 2; 65189 Wiesbaden) ein Vortrag über El Lissitzky statt. Die Kunsthistorikerin Bettina Rudhof wird am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 19.30 über den russischen Avantgarde-Künstler referieren. Er gilt als Spiritus Rector der russischen Revolutionsarchitektur.

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Ein Höhepunkt dieser russischen Avantgarde-Architektur ist sein visionärer Wolkenbügel. Der gewagte Entwurf – am Rand des damals überhaupt technisch Möglichen – gehört zu den symbolträchtigsten Konzepten der Moderne. Die Darstellungen zeigen einen 60 Meter hohen, auskragenden Baukörper auf Stützen. Vorgesehen waren acht Wolkenbügel; sie sollten weithin sichtbar das Weichbild von Moskau bestimmen als Symbol der russischen Revolution und der absolutistischen Architektur des alten Zarenreiches gegenüberstehen.

Ähnlich wie Le Corbusier argumentierte El Lissitzky, dass die moderne Architektur vom Boden abgehoben sein müsse. Kontinuierlich habe sich der Prozeß vollzogen von einem Maximum (Pyramide) zu einem Minimum an Stützfläche der Gebäude.

3„Koblenzer Modell“ von Herrmanns Architekten

D.h. das moderne Haus steht quasi auf Stützen. Dieses konstitutive Element der Architektur des 20. Jahrhunderts haben wir bei unseren Stelzenhäusern wieder aufgegriffen.

 

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