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fullsizeoutput_1cb3Signature Building: Colorium, Düsseldorf

Will Alsop ist am vergangenen Wochenende im Alter von 70 Jahren gestorben. Dass Spaß etwas sei, das man ernst nehmen müsse, war quasi sein gestalterisches Motto. Für ihn folgte aus dieser Haltung ein undogmatischer Zugang zur Architektur. Mit bunter Architektur wollte Will Alsop die Welt verschönern.

Sein Markenzeichen waren Stelzenhäuser wie z. B. die Erweiterung des Ontario College für Kunst und Design: eine große Schachtel, gefleckt wie ein Dalmatiner. Sie schwebt auf staksigen bunten Beinen über dem bestehenden Backsteingebäude der Universität.

5000Signature Building: Sharp Centre for Design, Toronto (Foto: Alamy)

„Stellen Sie sich vor, wenn alles auf Beinen steht und der Boden immer den Menschen und Gärten übergeben wird. Unsere Städte wären viel glücklicher.“ Damit spielte der britische Architekt immer wieder auf sein unkonventionelles Design an: Häuser auf Stelzen zu setzen, wie z. B. auch die Londoner Peckham Library mit ihren spindeldürren Beinen.

g_-roderick-coyne-low-36Signature Building: Peckham Library, London (Foto: Roderick Coyne)

Mit seinen spektakulären Architekturobjekten zielte er darauf ab, mehr Farbe in eine graue Welt zu bringen. Immer wieder ist ihm ein interessanter Entwurf gelungen, der von einer architektonischen Sprezzatura zeugt. Zwar war ihm nicht vergönnt, all seine großartigen Ideen umzusetzen, aber für Alsop war dies im Prinzip auch nicht weiter schlimm. Er betonte immer wieder, dass Ideen nicht unbedingt realisiert werden müssen, um Einfluss zu nehmen. 

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