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IMG_8700Bühnenarchitektur

Am Freitagabend haben wir uns die Komödie „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn im Koblenzer Theater angeschaut. Es ist wirklich der Wahnsinn: fürchterliches Stück, miese Pointen, schlechte Schauspieler, ein totales Chaos. Die Darsteller schinden sich, aber der Zuschauer erlebt auf der Bühne eher ihr Bemühen komisch zu wirken als das Gelingen von Komik. Das alles gespielt als Stück im Stück. Tatsächlich handelt Frayns Stück auf einer anderen Ebene genau hiervon, nämlich von den Proben und wie die Aufführung von Eifer-, Trunk- und Geltungssucht der Protagonisten zerrüttet wird. Der erste und der dritte Akt der Farce spielen auf der Bühne, im zweiten Akt werden die Zuschauer hinter die Bühne gebeten, um von dort den Intrigen und den respektlosen Interaktionen der Schauspieler aus nächster Nähe beizuwohnen.

fullsizeoutput_1a41BackstageWO DAS BÖSE WOHNT

Man leidet mit den Probanden, all laughter stops; denn wir sehen, dass die Bühne zur Hölle wird. Der Zuschauer erlebt hautnah, was Schauspieler und Regisseur einander hinter den Kulissen antun. Der schöne Schein wird entlarvt. Das Lachen bleibt einem im Hals stecken.

1798439_1_popup_image_56de4d791e7ce883Mise-en-scène: Frayns Komödie nimmt den Theaterbetrieb auf die Schippe (Foto: Theater Koblenz/Matthias Baus)

Resümierend ist der Zuschauer gefesselt von der stimmigen Inszenierung und der Leistung der DarstellerInnen.

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