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2.711 Betonstelen: Das Holocaust Mahnmal in Berlin 

Gestern feierte Peter Eisenman seinen 85. Geburtstag. Nachträglich auch weiterhin alles Gute!

Bekannt wurde Eisenman in Deutschland durch seinen Entwurf des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Der Stelenwald mit 2.711 anthrazitfarbenen Betonsäulen wurde 2005, unweit des Brandenburger Tores, eröffnet. Sogar der deutsche Bundespräsident gratulierte ihm nun zum 85. Geburtstag mit den Worten: „Mit dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben Sie in Berlin einen lebendigen Ort der Erinnerung und Begegnung geschaffen, an dem sich täglich viele Menschen verschiedenster Kulturen treffen.“

Peter Eisenman gehörte neben Richard Meier, Michael Graves, Charles Gwathmey und John Hejduk zu der informellen Gruppe New York Five, eine Gruppe junger Architekten, die ihre Arbeiten als Kritik an der damaligen Architektur der 1960er Jahre verstanden.

Eisenman lehrte an den renommierten amerikanischen Universitäten Harvard, Princeton, Ohio State University und Yale. Seit den 1970er Jahren zählt er zu den international führenden Architekturtheoretikern. In der Reihe „Passagen Architektur“ ist sein Buch „Aura und Exzess . Zur Überwindung der Metaphysik der Architektur . Essays und Gespräche 1976-1994″ erschienen:

„Der Amerikaner Peter Eisenman ist nicht nur einer der provozierendsten Architekten der Gegenwart, er gehört darüber hinaus bereits seit den 70er Jahren zu den international führenden Architekturtheoretikern. Ausgehend von Foucaults Grundthese der Dezentrierung des Subjekts und Derridas Kritik der Präsenz arbeitet Eisenman seit zwei Jahrzehnten an einer Überwindung der Metaphysik in der Architektur, welche ihm zufolge bis heute nur einen stilistischen, jedoch keinen konzeptionellen Begriff der Moderne hervorgebracht hat.
Angeregt durch neue Ansätze in den Naturwissenschaften, entwickelt Eisenman eine Architektur, die keinem platonischen Diskurs folgt, sondern sich selbstorganisierend entfaltet. Die unplanbare Singularität dieser Entfaltung nennt er eine „Architektur des Ereignisses und des Exzesses“. Benjamin modifizierend, versteht Eisenman die Erfahrung des Singulären als Aura, im Sinne Derridas als Präsenz der Absenz.
In diesem Band werden Eisenmans wichtigste theoretische Texte zum ersten Mal in deutscher Sprache gesammelt vorgelegt.“

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