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Im Norden Amsterdams entwickelt sich das Gebiet der ehemals größten Schiffswerft Europas immer mehr zu einem Hotspot. Das Gelände – auf einer Insel im IJ – ist heute ein Kreativzentrum, das zahlreiche Start-Ups und Künstlerateliers beheimatet. Vom Hauptbahnhof gelangt man mit der Fähre zu dem vormals NDSM-Areal (Nederlandsche Scheepsbouw Maatschappij), wo u. a. ein alter Werftkran in neuem Glanz erstrahlt.

IAA Architecten aus Amsterdam haben den ausgedienten Kran restauriert und umgebaut. Nunmehr beherbergt er als das Faralda NDSM Crane Hotel drei übereinander liegende Hotelsuiten. Ein außenliegender Aufzug verbindet die Ebenen miteinander. Auf der obersten Hotelterrasse, in fast 40 Metern Höhe, befindet sich sogar ein Whirlpool.

Jacuzzi mit Panoramablick

Die Umnutzung des denkmalgeschützten Krans war für die Projektbeteiligten eine große Herausforderung. Er wurde vollständig demontiert, restauriert und gemäß der neuen Nutzung vor Ort wieder aufgebaut. Neue Elemente ergänzen den Bestand. In das ehemalige Führerhaus haben die Architekten eine Zwischendecke eingezogen, so dass eine zweigeschossige Einheit entstand: mit separatem Wohn- und Badezimmer in der unteren Ebene und ein Schlafbereich in der oberen. Zwei weitere Container wurden darunter und darüber platziert, die auch jeweils eine Suite aufnehmen.

Baden ohne nostalgische Wehmut

Der besondere Reiz für den Übernachtungsgast liegt nicht nur darin, dass er einen herrlichen Ausblick auf die Stadtlandschaft erhält, sondern auch in der interessanten Inszenierung der Kontraste bei der Umnutzung zum Designhotel.

Auch die Innenraumgestaltung hebt sich vom üblichen Konsensdesign anderer Herbergen ab.

Wie bei der Umnutzung der ehemaligen Kranbahn (s. ArchBlog v. 27.07.17) haben wir auch hier ein gelungenes Beispiel für den Erhalt und die Umnutzung von bestehender baulicher Substanz. Der spröde Charme und die spezifischen Eigenheiten des Industrieobjekts blieben auch durch die neue Nutzung erhalten.

Fotos:Villeroy & Boch + Henner Herrmanns

Ein Kommentar zu “Kranhaus

  1. Pingback: Botel | ARCH BLOG

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