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Rechts: Sarah Schellenberg – links: ehemaliger Bürgermeister der VG Höhr-Grenzhausen

Gestern fand die Eröffnung für den Erweiterungsbau des „Kunstraums am Limes – Sammlung Zeitgenössischer Kunst“ in der 2500 Einwohner kleinen Ortsgemeinde Hillscheid im Westerwaldkreis statt.

Die Koblenzer Architektin Sarah Schellenberg – eine meiner begabten ehemaligen Studentinnen – hat für den Sammler und Unternehmer Dr. Axel Ciesielski seine bestehende private Kunsthalle um einen Anbau erweitert.

Hier beherbergt der Sammler seine großartigen Kunstwerke zeitgenössischer Kunst, die er in den vergangenen 20 Jahren zusammengetragen hat. Die erstaunliche Sammlung zeichnet sich durch Werke von Sigmar Polke, Imi Knoebel, Blinky Palermo, Katherina Sieverding, K. O. Götz, u. a. aus. Auch junge Künstler sind mit beachtlichen Arbeiten vertreten. Die Werke dieser Künstler werden präsentiert in ehemaligen, für diese Zwecke nahezu perfekt gestalteten Lagerhallen, denen man ihre innere Gestaltqualität von außen zunächst nicht ansehen kann.

Ein langes Vordach verbindet das neue Museumsportal mit den früheren Lagerhallen, die den Kunstraum bilden.

Ergänzt wird dieser Baubestand nun durch einen kleinen, aber feinen Anbau. Hier sollen bislang im Depot gelagerte Werke öffentlich präsentiert werden. Um die zentrale, lichtdurchflutetete Eingangshalle sind mehrere unterschiedlich zugeschnittene Räume für Wechselausstellungen gruppiert, die bewusst einfach gestaltet sind. Die Durchfensterung der Räume weist darauf hin, dass hier wohl in erster Linie Objektkunst ausgestellt werden wird. Als kleines Bonbon für die Besucher führt aus der zweigeschossigen, verglasten Eingangshalle eine einläufige Treppe zu einer Empore, wo man den Blick weit in die herrliche Landschaft des Westerwaldes schweifen lassen kann.

Gradlinig und ungekünstelt fügt sich der eingeschossiger Museumsneubau in den Gesamtkomplex ein.

Der Erweiterungsbau wirkt von außen als artifizieller Kubus. Die großformatige Verglasung des Eingangsbereichs durchbricht die klare Gebäudeform mit seiner gestaltprägenden Sichtbetonfassade. Eine stählerne Dachkonstruktion verbindet den Neubau mit den bestehenden Lagerhallen, sodass eine signifikante Torsituation zu dem musealen Ensemble entsteht. Die markante Konstruktion dient als einladende Geste für die Besucher. Mögen sie in Scharen nach Hillscheid strömen.

Impressionen aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst im Kunstraum am Limes:

Ein Kommentar zu “Auf Abstand verbunden

  1. Pingback: Zeitgenössische Kunst in Hillscheid | ARCH BLOG

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