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Henry Moores Abstraktion einer Frauenfigur

Am morgigen Sonntag wird die Ausstellung Henry Moore – Vision. Creation. Obsession eröffnet, mit der das Arp Museum Bahnhof Rolandseck sich selbst zum Zehnjährigen beschenkt. Die kraftvollen, raumgreifenden Moore-Skulpturen haben in dem lichtdurchfluteten Richard Meier-Bau einen idealen Ausstellungsplatz gefunden.

Hans Arps Milchstraßenträne, 1962

Ein Nebenschauplatz, der ebenso überzeugt, ist der Dialog zwischen den beiden Bildhauern Moore und Arp im Obergeschoss des Patronatsmuseums. Was beide verbindet bzw. wo sie sich unterscheiden, wird hier aufschlussreich dokumentiert.

In der Kunstkammer Rau werden Zeichnungen und Plastiken im Wechselspiel präsentiert. Die informative Schau widmet sich den zahlreichen Einflüssen, die den britischen Bildhauer prägten. Diese Spurensuche in Moores künstlerischem Koordinatensystem ist sehr anregend.

Moores Skizzenbuch: Head (nach Gustave Courbet)

Seine Kunst wurzelt nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit der italienischen Renaissance. So treffen Moores Skizzen (nach Giovanni Bellini, nach Gustave Courbet u. a.) auf korrespondierende Werke der italienischen Renaissance.


Body of Christ (nach Giovanni Bellini)

Weiteren Nährboden für seine Arbeit fand er in der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Auch Moores Skulptur einer Mutter mit Kind findet eine Entsprechung mit Werken jener Epochen.

Ein schönes Geschenk zum Jubiläum und an alle Kunstfreunde, die letztlich dem Ausstellungsbesucher aber auch die Freiheit der Entdeckungen lassen.

Siehe auch Archblog v. 25.05.17 + 24.05.17

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