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„Bürger in Bewegung“ (Entwurf von Milla & Partner und Sasha Waltz) – Foto dpa

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal, das einer überdimensionalen Wippe gleicht, ist ein Entwurf aus dem Jahr 2009. Die Idee, die Erinnerung an die Bürgerrevolution in der DDR und die deutsche Vereinigung als großen Spielplatz zu präsentieren, ist m. E. naiv-kindlich. Eine gold-farbene Schale zum Herumturnen desavouiert die friedliche Revolution, die in Erinnerung gerufen werden soll. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt. Das skulpturale Objekt, das helfen soll, die Ereignisse von 1989 als Reflexion ins nationale Gedächtnis zu speichern, mutet einem heute doch ziemlich befremdlich an.

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Entwurf für das geplante Einheitsdenkmal in Berlin (Foto dpa)

Das Denkmal hätte eigentlich schon 2015 – zum 25. Jahrestag der Einheit – auf dem Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. errichtet werden sollen. Wegen einer Kostensteigerung um mehrere Millionen wurde das Ganze erst einmal gestoppt, um dann jedoch noch mehr Mittel (nämlich 18,5 Mio. Euro) für die Wiedererrichtung der historischen Kolonnaden des früheren Kaiser-Wilhelm-Denkmals zu bewilligen.

Nach einem beispiellosen politischen Hin und Her soll also plötzlich – 27 Jahre nach der Deutschen Einheit – die Wippe auf der Berliner Schlossfreiheit doch noch realisiert werden. Die News passt in diese närrische Zeit.

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