Home

img_3397

Bezahlbares Wohnen. „Versprechen und halten ist zweierlei.“ (Sprichwort)

Die Bauwut grassiert in Deutschland. Für immer mehr Menschen sind Neubauwohnungen allerdings unerschwinglich. Folglich hat sich mittlerweile der Wohnungsmangel in der BRD zu einem riesigen Problem entwickelt. Insofern wird der Wohnungsbau im Wahljahr 2017 eine essentielle Rolle spielen. Die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum wird sicherlich zu den Topthemen im Wahlkampf gehören.

Es fehlen hierzulande ganz einfach vier Millionen Sozialwohnungen. Nur jeder fünfte finanzschwache Haushalt hat derzeit überhaupt eine Chance, eine Sozialwohnung zu mieten. Das Pestel Institut hat einen bundesweiten Bedarf von ca. 5,6 Millionen Sozialwohnungen errechnet, während es jedoch nur 1,6 Millionen auf dem Wohnungsmarkt gibt. Jährlich müssten – so heißt es – mindestens 80.000 Sozialmietwohnungen neu gebaut werden.

Auch auf der BAU (16. – 21. Januar 2017) in München wurde vehement Kritik an der Wohnungsbaupolitik geübt. In 2016 sei nicht annähernd die benötigte Zahl von 400.000 Neubauwohnungen erreicht worden. Notwendig sei auf jeden Fall eine bessere Förderpolitik. Sie müsse bessere Steueranreize bieten. Vor allem die Erhöhung der Abschreibung von 2 auf 3 Prozent bei der AfA sei längst überfällig, nicht zuletzt auch deswegen weil die Lebensdauer moderner Gebäudetechnik immer kürzer wird. Der Staat müsste diejenigen, die neuen Wohnraum schaffen, auch eine bessere Abschreibung bieten. Auch die in vielen Bundesländern mit bis zu 6,5 Prozent ganz und gar überdrehte Grunderwerbsteuer müsse abgesenkt werden hieß es unisono.

Eine aktuelle Studie des Pestel Instituts zum Wohneigentum macht eine neue „Verlierer-Generation” auf den Wohnungsmärkten aus: Die 30- bis 40-Jährigen können sich immer seltener eine Eigentumswohnung bzw. ein eigenes Haus leisten. Mehr als zwei Drittel dieser Altersgruppe sind Mieter – Tendenz steigend. Dabei gehörte gerade diese Altersgruppe zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau.

aoesae

Affordable Housing atop Parking Lots by HerrmannsArchitects. The low-rent apartments takes advantage of the unused space devoted to cars.

Dass das Bauen von Wohnimmobilien in Innenstadtlagen immer teurer wird, liegt wohl vor allem an den stetig steigenden Grundstückspreisen. Wir brauchen deshalb unbedingt experimentelle Zonen urbaner Nutzungsmischung. Billiges Wahlkampfgeschrei nach einer Sozialbau-Verpflichtung von 20 – 30 % schafft nicht mehr bezahlbaren Wohnraum.

Parkplatzüberbauung: Bereits versiegelte Flächen doppelt nutzen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s