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Medienberichten zufolge sollen Augenzeugen immer wieder den Tatzelwurm gesichtet haben. Seine Existenz wäre als sogenanntes Kryptid – in etwa vergleichbar mit Bigfoot oder Yeti – erklärbar, ein dem Menschen unzugängliches Wesen.

Ich kann von mir berichten, den Tatzelwurm im Naturpark Altmühltal, in der Nähe von Kelheim gesehen zu haben. Dort bezeichnet man die Fußgängerbrücke bei Essing, die über den Main-Donau-Kanal führt, als Tatzelwurm aufgrund ihrer geschwungenen Form.

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Die ausgefeilte Statik des Bauwerks gilt als eindrucksvolle Ingenieurleistung. Es handelt sich um eine sogenannte Spannband-Konstruktion aus Holz. Tragendes Element der Brücke sind die Spannbänder, die die Fahrbahn tragen und mit den Endauflagern zugfest verbunden sind. Charakteristisch ist der konkave Durchhang der Spannbänder in den Feldern. Da sie zwischen den Stützkonstruktionen frei hängend der Seilzuglinie folgen, werden sie überwiegend auf Zug belastet und können dadurch schlank gehalten werden. Wegen des Durchhangs wird diese Bauform meistens nur als Fußgängerbrücke errichtet.

Neben der ungewöhnlichen Verwendung von Brettschichtholz als Spannband war der hölzerne Viadukt bis 2006 die längste Holzbrücke Europas, bis sie vom Drachenschwanz im thüringischen Ronneburg abgelöst wurde, die anlässlich der Bundesgartenschau 2007 errichtet wurde.

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4 Kommentare zu “Tatzelwurm

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