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Münchener tz (14.11.16) – In der heutigen Ausgabe ist ein Artikel von Sascha Karowski mit dem Titel „Spektakuläres Konzept: Wohnen wir künftig auf Stelzen?“ erschienen.

Aktuell erscheint es nicht mehr haltbar, die vielen innerstädtischen Parkplätze nur zum Abstellen von PKWs zu nutzen. Allein schon aus wirtschaftlicher Sicht sollten diese „Brachflächen“ überbaut werden – auch um städtebaulich einen Mehrwert zu schaffen. Mit unserem Projekt Wohnungen über Parkplätze zu bauen kann günstig Wohnraum generiert werden, ohne dass die Nutzung als Parkplatz abgeschafft wird.

Um schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat die Stadt München das Programm „Wohnen-Für-Alle“ aufgelegt. Geplant ist PKW-Stellflächen mit Wohnungen zu überbauen – auf Stelzen.

Hier der Link:

http://www.tz.de/muenchen/stadt/spektakulaeres-konzept-wohnen-wir-kuenftig-auf-stelzen-6975579.html

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Hier der Text von Sascha Karowski:

>München – Um rasch günstigen Wohnraum zu schaffen, hat die Stadt das „Wohnen für Alle“-Programm aufgelegt. Der Plan: Stellflächen überbauen – mit Wohnungen auf Stelzen.

Der Wohn-Wahnsinn! In München ist der Bau günstiger Bleiben ein zentrales Thema. Doch Flächen sind rar. Mögliche Lösung für das Platz-Problem: Stellflächen überbauen – mit Wohnungen auf Stelzen! OB Dieter Reiter (58, SPD) hatte dazu eigens die Chefs der großen Supermarkt-Ketten zu einem Gespräch gebeten. Wie schön solche Wohnungen aussehen können, zeigt nun ein Architektur-Professor aus Rheinland-Pfalz.

Um rasch günstigen Wohnraum zu schaffen, hat die Stadt das Wohnen-Für-Alle-Programm aufgelegt. So entstehen etwa bereits am Dantebad zeitnah erschwingliche Bleiben für Menschen mit geringem Einkommen: Studenten, Auszubildende, Flüchtlinge.

Die Idee von OB Reiter, auch Parkplätze an Supermärkten zu überbauen, ist freilich ganz so neu nicht. In Wiesbaden etwa hatte die CDU bereits den gleichen Einfall. „In der aktuellen Lage erscheint es nicht mehr haltbar, die vielen innerstädtischen Brachflächen nur als Abstellplatz für Pkw zu nutzen“, sagt Architektur-Professor Henner Herrmanns. Und das gilt freilich nicht nur für die hessische Landeshauptstadt, sondern auch für München.

Bei der 15. Architektur-Biennale in Venedig hat der 65-Jährige nun Konzepte vorgestellt. So ließe sich Wohnen auf Stelzen auch in München realisieren! Der Entwurf sieht vor, Wohnbauten in Holzbauweise auf Pfählen über Parkplätzen auf zu stelzen. Vorteil: Wie am Dantebad könnten die Parkflächen weiterhin als solche genutzt werden. „Das ist übertragbar und lässt sich nicht nur an einem Ort umsetzen“, sagt Herrmanns der tz. „Bisher nicht optimal genutzte Flächen in der Innenstadt sollen herangezogen werden.“

Doch das ist freilich nur eine Stellschraube! Die Stadt hinkt ihren Zielzahlen in Sachen Wohnungsbau kontinuierlich hinterher. Morgen nun soll der Stadtrat den Startschuss für ein weiteres Bauprogramm geben. Es wäre das größte in Deutschland. Bis 2020 sollen jährlich 8500 Bleiben entstehen – für 870 Millionen Euro.<

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