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Es gibt kaum etwas Spannenderes als Zukunftsvisionen. Noch spannender ist allerdings der Rückblick auf Zukunftsvisionen aus der Vergangenheit. Denn erfahrungsgemäß gilt: Nicht jedes Zukunftsmodell hat eine Zukunft. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt/M. präsentiert zur Zeit die faszinierenden Visionen einer Architektur-Avantgarde, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eine alternative, utopische Architektur kreierte. Die von Philipp Sturm kuratierte Ausstellung läuft nur noch bis zum nächsten Sonntag, dem 18.09.16. Unter dem treffenden Titel „Zukunft von gestern“ sind die sehenswerten Entwürfe von Future Systems und Archigram  zu sehen.

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Die große Anziehungskraft der ausgestellten Entwürfe, die man auch als Inkunabeln der modernen Architektur-Utopie sehen kann, scheint darin zu liegen, dass das Wohnhaus – ganz im Sinne von Le Corbusier –  als Maschine interpretiert wird. Ebenso werden Impulse der russisch-sowjetischen Architektur der zwanziger Jahre aufgegriffen und zeitgenössisch transformiert. Vorallem die Entwürfe für schwebende Städte, besonders Ron Herrons „Walking City“, das wohl bekannteste Archigram-Projekt, haben von ihrer Faszination bis heute nichts eingebüßt. Wie riesige mutierte Insekten mit Teleskop-Beinen bewegen sich die Gebäude über städtische Ballungsgebiete. Andere exaltierte Archigram-Projekte, wie die von Peter Cook oder Dennis Crompton konzipierten pneumatischen Blobs und Bubbles für moderne Wohnnomaden, oder die autarken Wohnkapseln schaffen bewohnbare Environments.

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Auch Jan Kaplicky, der Gründer von Future Systems, entwickelte spektakuläre technoide Wohnobjekte. Ein typisches Beispiel ist die mobile Wohnkabine „Peanut“ oder „Vehicle“, das formalästhetisch an ein Flugzeug erinnert und als Wohneinheit durch variable Ausleger auf jeden Untergrund aufsetzen kann.

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Auch wenn die meisten hier ausgestellten Entwürfe dieser genialen Architekten nicht verwirklicht werden konnten, senden ihre Ideen bis heute noch immer kreative Impulse an jüngere Architektengenerationen aus.

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Ein Kommentar zu “Yesterday’s Future

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