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Wenn es kein Bauland gibt, macht man sich selbst welches, sagt sich der Niederländer und begegnet der Grundstücksknappheit in den Städten auf geradezu spektakuläre Art und Weise.

IJburg heisst der neue Stadtteil von Amsterdam, der auf den künstlichen Inseln Steigereiland, Haveneiland und Rieteilanden errichtet wurde.  Die aufgespülten Areale im Wasser wurden durch Absaugung von Sand aus dem IJsselmeer geschaffen, der im IJmeer aufgeschichtet wurde und nach relativ kurzer Zeit als tragfähiger Baugrund genutzt werden konnte.

Der nunmehr weitgehend fertiggestellte erste Bauabschnitt sah 18.000 Wohnungen für 45.000 Einwohner vor, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur (Geschäfte, Schulen, Bibliothek, Sportstätten und Badestrand). Hiervon sollen 75 % Sozialwohnungen sein. Geplant sind weitere Inseln aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Wohnungen in den Städten.

Das städtebauliche Layout erscheint beim ersten Eindruck etwas langweilig, was sicher der rigiden Rasterung geschuldet ist. Architektonisch gesehen aber überzeugt die Blockrandbebauung mit ihrem variationsreichen Fassadenbild und den kollektiven Innenhöfen. Das Problem, dass die Reihung großer Flachdachbauten meist mit Monotonie einhergeht, hat man durch Höhenversprünge und die Verwendung von  Backstein als Fassadenmaterial gelöst. Der rote changierende Backstein verleiht der Architektur eine lebendige und freundliche Außenhülle.

Die einzelnen Baublöcke wurden von jeweils einem Architekturbüro errichtet, den Entwurf musste dieser Auftragnehmer sich aber mit mindestens drei anderen Architekturbüros teilen, um Vielfalt zu erreichen. Unter den beteiligten Architekten sind namhafte Büros wie Kees Christiaanse Architects, Claus en Kahn und De Architekten Cie.

Mit der eigens für die Erschließung des neuen Stadtteils eingerichteten Straßenbahnstrecke (Linie 26) konnte ich IJburg vom Amsterdamer Hauptbahnhof aus schnell und einfach erreichen.

2 Kommentare zu “Leven met Water

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