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Ein weiteres exponiertes Beispiel für die effiziente Nutzung eines  innerstädtischen Areals, ist die neue Markthal in Rotterdam-Blaak, ganz in der Nähe der berühmten Kubushäuser von Piet Blum. Über drei unterirdischen Parkebenen mit insgesamt über 1200 PKW-Stellplätzen haben die ortsansässigen Architekten MVRDV ein Gebäude in Form einer Biskuitrolle errichtet. Durch diesen 2014 fertiggestellten Bau kann man sich – wenn man will – von vorn bis hinten durchfressen. Auf der 70 x 10 m großen Grundfläche bieten 100 Marktstände aus grau mattiertem Stahl Delikatessen jeglicher Art an. Auf deren terrassierten Dachflächen kann sich der Feinschmecker auch bewirten lassen.

Der lang gestreckte Bau gleicht einem Strangpressprofil ohne Anfang und Ende. Im Querschnitt ähnelt die Form einem Hufeisen. 228 Wohneinheiten, unterschiedlich groß, befinden sich in der Hallenwölbung mit Einblick zur 11 Stockwerke hohen Halle. Die 11.000 qm große Hallendecke ist verziert mit einem grellbunten Stilleben mit Früchten, Blumen, Gemüse, die bis zu 40 m hoch hängen und doch zum greifen nahe scheinen. Das gigantische Deckengemälde heißt „Hoorn des Overvloeds“ (Füllhorn) und ist – wie es scheint – der eigentliche Publikumsmagnet.

Die Markthal, ein Hybrid aus Einzelhandels- und Wohnflächen, belebt das ehemals triste städtebauliche Umfeld. Das ist, was gute Architektur tun sollte.

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