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Als „bezahlbar“ gilt eine Nettokaltmiete, für die maximal 30 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens aufgebracht werden muss. Demnach wären in Düsseldorf nur 2% der angebotenen Neubauwohnungen bezahlbar, in München 8,2 %. In Köln, Frankfurt und anderswo ist die Lage nicht viel besser. Das Problem ist aber nicht auf die Metropolen beschränkt.

Eine vierköpfige Familie mit einem Einkommen von ca. 4.200,– €/mtl. kann sich 90% aller angebotenen  Neubauwohnungen nicht leisten. Ansonsten müsste sie mehr als 30 % ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Singles, die beispielsweise 2.300,– €/mtl. verdienen, können sich den Mietpreis jeder zweiten Neubauwohnung, die angeboten wird, nicht leisten. Ca. 15 Mio. Mieterhaushalte sind betroffen. Sie können sich nicht mehr frei am Markt bedienen. Hinzu kommen die Menschen, die in Deutschland Asyl, Schutz und ebenfalls Wohnraum suchen.

Bund, Länder und Kommunen haben in den letzten Jahrzehnten staatliche Wohnungen privatisiert und Grundstücke verkauft. Sie tragen eine Mitschuld an der Wohnungskrise, die nunmehr riesige Ausmaße angenommen hat. Mittlerweile fällt es auch staatlichen Wohnungsbaugesellschaften sehr schwer, bei den Grundstückspreisen bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Überall schießen die Grundstückspreise in den Himmel und die Baukosten hinterher.

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Parkplatz-Überbauung?!

Um neue und bezahlbare Wohnungen bauen zu können, sind neue Ansätze erforderlich. Es müssen innerstädtische Areale ins Auge gefasst werden, die bisher nicht im Focus standen wie PKW-Stellplätze. Diese könnten überbaut werden. So könnte in der Tat innerstädtisch Baugrund generiert werden, wo er bisher planungsrechtlich nicht vorhanden war.

Hier mehr zur Lösung:

http://ge.archello.com/en/project/social-housing-koblenz

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