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Palazzo Franchetti

«Zaha Hadid ist die erste Architektin, welche einen Weg weg von der all-dominierenden und totalitären Post-Bauhaus-Ästhetik findet. Der Wert ihres Designs ist dem von großer Dichterkunst ähnlich. Das Potential ihrer Vorstellungskraft ist enorm.»  Karl Lagerfeld

Recht hat Karl Lagerfeld mit seiner Lobpreisung – man kann ihm nur zustimmen. Zaha Hadid ist es gelungen eine neue Richtung vorzugeben, weg von der gängigen, da einfachen, Kisten-Flachdach-Architektur, hin zu einer dynamisch-skulpturalen Formfindung.

In einer sehr sehenswerten Ausstellung, die z. Zt. in Venedig im Palazzo Franchetti präsentiert wird, kann man sich von dem Genie der kürzlich, viel zu früh verstorbenen Architektin überzeugen.

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Die Ausstellung präsentiert eine Vielzahl bahnbrechender Projekte, die den unglaublichen Einfallsreichtum der Pritzker-Preisträgerin vermitteln. Ihre ikonischen Entwürfe – teils gebaute Objekte, im Bau befindliche oder projektierte – zeigen, was innovative zeitgenössische Architektur meint. Die dynamisch designten Projekte vermitteln mit ihrer komplexen Geometrie eine nie dagewesene, visionäre Ästhetik. Schon die Zeichnungen und Modelle besitzen eine enorm kraftvolle Dynamik, wie beispielsweise das Heydar Aliyev Centre in Baku (Azerbaijan), das Port House Antwerp Headquarters oder das GALAXY SOHO Beijing (China), um nur einige zu nennen.

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© luke hayes

Die futuristisch anmutenden Bauten und Projekte, die riesigen, raumgreifenden Skulpturen gleichen, sind offenbar linear entwickelt worden, so dass auf beeindruckende Weise die Erschließungsflächen inszenierte Bewegungsräume darstellen, ob es sich um das Glasgow Riverside Museum oder das MAXXI Museum in Rom handelt.

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© luke hayes

Zaha Hadid begreift Architektur als die Schaffung von Räumen und Formen, genauso wie Iktinos und Kallikrates, Sinan oder Michelangelo es verstanden.

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© luke hayes

Am Ende verlässt man die Ausstellung voller Bewunderung für diese großartige Architektin mit ungläubigem Staunen, dass die Umsetzung der Projekte letztendlich zumeist gelungen ist und, ja auch, mit Stolz auf die eigene Zunft. Hinzu kommt, dass es kaum einen großartigeren Ort für eine Architekturausstellung geben kann: Der Frührenaissance-Palazzo ist herrlich am Canale Grande gelegen, an der Ponte dell´Accademia, gegenüber dem Palazzo Contarini-Polignac, genau dort wo Zaha Hadid und Karl Lagerfeld ihr Projekt „Chanel Contemporary Art Container“ im Jahr 2007 vorstellten. Und wo Karl Lagerfeld höchstwahrscheinlich seine Begeisterung für Zaha Hadid entwickelte. Sie hat uns halt geflasht!

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Blick aus der Ausstellung auf den gegenüber liegenden Palazzo Contarini-Polignac

 

 

7 Kommentare zu “Zaha Hadid in Venedig

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