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Es ist ein Wahrzeichen für das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre in Deutschland und prägt als Silhouette das Stadtbild von Düsseldorf. In den letzten zwei Jahren wurde das ehemals erste Hochhaus Deutschlands, nämlich das 94 m hohe Dreischeibenhaus von dem renommierten, ortsansässigen Büro HPP Architekten komplett saniert.

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Dreischeibenhaus mit Grünanbindung an den Hofgarten

Das denkmalgeschützte Gebäude mit 24 Obergeschossen und 3 Tiefgeschossen war 1960 von Helmut Hentrich, Hubert Petschnigg und Fritz Eller für die Phoenix-Rheinrohr AG errichtet worden. Das aus Edelstahl, Aluminium und Glas errichtete Hochhaus war komplett klimatisiert. Die Fenster konnten nicht geöffnet werden. Die Energiekosten für das vollklimatisierte Gebäude lagen zuletzt um ein Vielfaches höher als bei modernen energieeffizienten Bürohäusern.

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Nach der Sanierung (Bild: Gudrun Witte)

Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und des Ziels, die prägnanten Eigenschaften zu erhalten, sollte bei der Sanierung an erster Stelle die markante Metallfassade an die heutigen energetischen Standards angepasst werden. Die äußere Fassadenkonstruktion samt Brüstungselemente blieb unangetastet. Das ehemals klimatisierte Bürohochhaus wurde ertüchtigt durch eine zweischalige Verglasung mit einer äußeren Prallscheibe. Diese ist am oberen und unteren Rand mit einem 12 Zentimeter großen Abstand zum Rahmen montiert und wird von einer inneren Primärfassade ergänzt, die geöffnet werden kann. In den Zwischenraum der Scheiben wurden automatisierte Lamellen eingebaut.

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Das äußere Bild der vertrauten Fassade ist nach wie vor existent (Bild: Gudrun Witte)

Die Dachflächen auf dem 21. Obergeschoss sind zu einer Terrasse umgestaltet. Neben der atemberaubenden Dachterrasse sind neue Büroflächen entstanden. Durch den Wegfall der Luftzugkästen unter den Fenstern konnte die Nutzfläche vergrößert werden. Auch durch eine Verlagerung der Gebäudetechnik aus dem 23. und 24. Obergeschoss auf die einzelnen Stockwerke konnten zusätzliche Büroräume gewonnen werden.

 Weitere Schwerpunkte der Sanierung der 35.000 m² BGF waren der Brandschutz und die gesamte Haustechnik. In der Eingangshalle wurde alles gemäß dem ursprünglichen Zustand farblich und materialgetreu überarbeitet und den heutigen Standards angepasst. Die Beleuchtung in den Obergeschossen wurde ebenfalls, wie ursprünglich, parallel zur Fassade in zwei Langfeldlinien gelegt, die nun aber tageslichtabhängig gesteuert werden können.

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Das Dreischeibenhaus mit dem inzwischen abgerissenen Tausendfüßler (1961 – 2013)

Für den 29. Januar 2015 ist eine kleine offizielle Eröffnungsfeier in der Immobilien-Ikone geplant.

Ein Kommentar zu “Das Düssel dorfer 3- Scheiben Haus

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