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Heutzutage eine Kirche zu bauen, scheint gegen den Zeitgeist in unserer postsäkularen Gesellschaft zu sein. Das vor fast einem Jahr, in 2013 fertiggestellte Gemeindezentrum der Neuapostolischen Kirche in München-Laim ist ein schönes Paradigma und zeigt, wie sich Ästhetik und Funktionalität ideal zusammenbringen lassen – entworfen und gebaut von den ortsansässigen Architekten Lydia Haack und John Höpfner, die den ersten Preis im Wettbewerbsverfahren gewonnen hatten.
Der weiße Monolith des Kirchensaals steht zurückgesetzt von der Straße. Davor bildet ein kleiner Kirchplatz einen ruhigen, besinnlichen Freiraum mit einem Wasserbecken.

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Auch innen setzt sich die schlichte geometrische Formensprache fort. Der voluminöse Kirchenraum präsentiert sich als heller, von oben natürlich belichteter Kuboid. Haack + Höpfner haben den unprätentiösen Sakralraum mit einem Kalkspachtelputz versehen. Nichts erinnert an die katholisch-sinnliche Pracht des süddeutschen Barocks und an die prunkvollen, sinnenberauschenden Kirchenräume des bayerischen Rokoko.

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Über verschiebbare Wände lässt sich der multifunktionale Raumkubus problemlos als ein Ort der Begegnung – mit Gott, aber auch der Menschen untereinander – vergrößern. Für ein vitales Gemeindeleben ist diese Flexibilität der Nutzung offensichtlich unverzichtbar sowie die protestantische Nüchternheit des minimalistisch gestalteten Gemeindezentrums.

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