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Asymmetrisches FensterKreuz mit mystischem Lichtspiel 

„Licht des Glaubens“ hätte ohne weiteres das Motto der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln- Flittard/Stammheim für ihren Kirchenneubau sein können.

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Immanuelkirche, 2013 eingeweiht

Bei meinem heutigen Besuch der Immanuelkirche war ich von dem Neubau sehr angetan, entworfen von dem Berliner Architekturbüro Sauerbruch/Hutton, das als Sieger aus einem geladenen Wettbewerb hervorging.

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Der hölzerne Glockenturm mit ausgeschnittenem Kreuz

Das Bauensemble besteht aus der Immanuelkirche, einem freistehenden Campanile und einer kleinen Gebetskapelle. Alle Bauten besitzen Flachdächer und sind außen einheitlich mit diagonaler Holzschalung aus finnischem Lärchenholz verkleidet.

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Einladende Freitreppe und Glockenturm

Neben dem vorn an der Straße platzierten, 17 m hohen Glockenturm führt eine breite Freitreppe den Kirchenbesucher auf den leicht erhöhten Kirchenvorplatz. Die längsrechteckige Form des 17 m x 11 m großen Gotteshauses wird bilateral von zwei scheinbaren Seitenschiffen flankiert.

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Blick vom Friehof: rechts im Vordergrund die Kapelle

Für 160 Gläubige wird Platz geboten, auf der Empore gibt es weitere 60 Sitzgelegenheiten. Zusätzliche Plätze können bei Bedarf im Foyer und seitlich des Altars in den beiden zuschaltbaren Räumen geschaffen werden. Die Faltwände lassen sich nämlich öffnen, so dass der Kirchenraum auch für Vorträge, Konzerte, Feste, etc. multifunktional nutzbar ist.

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Geöffnete Faltwand mit Blick in den Kirchenraum

Die Stirnwand der Kirche bildet ein raumhoher Paravent aus farbigen Holzlamellen, der die Orgel versteckt, ganz nach Art von Sauerbruch/Hutton. Er ist definitiv das einzige Dekor in dem calvinistisch-reduktionistischen Raum: Klarheit statt Mystik. i1240989

Altarrückwand aus mehr als 2.500 farbigen Holzstäben

Die Innenwände bestehen aus finnischer Fichte. Die präfabrizierten Schichtholzelemente mit weißgewachsten Oberflächen lassen die Maserung des Holzes sichtbar. Diese Materialwahl offenbart, dass man mit einem kleinen Budget von weniger als 4 Mio. Euro auskommen musste. Das Resultat ist aber alles andere als ärmlich und zeigt, wie aus weniger mehr werden kann. Teuer kann jeder!

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Blick von der Empore

Licht und Helligkeit bezieht der Kirchenraum durch ein breites Oberlicht über dem Altarbereich, einem Himmelsfenster. Desweiteren fällt durch die mattierte Scheibe hinter der ansteigenden Empore mystisches Licht in den Betraum.

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Empore mit Sitzstufen

Allein die unpassende Ausstattung, die wahrscheinlich aus Kostengründen aus dem Vorgängerbau übernommen werden musste, trübt das Gesamtbild etwas.

i 88888Asymmetrischer Emporenraum über dem Eingangsfoyer

Hier noch ein Blick in die freistehende Bonhoeffer-Kapelle, die separat als eigenständiger Baustein das Ensemble konstituiert. (2014 kommt noch das Kolumbarium hinzu.)

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Bonhoeffer-Kapelle

Ein Kommentar zu “Lumen fidei

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