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Bald ist es wieder soweit! Ein Weihnachtsbaum muss her, früher wegen der Kinder, jetzt wegen des Enkelkindes. Daran kommt man nicht vorbei. Und ich glaubte bisher auch der einzige Mensch zu sein, der sich nicht für diesen Brauch begeistern kann.

Folgender Text von Iwan Gontscharow über den Weihnachtsbaum spricht mir aus der Seele. Ich habe ihn dieser Tage in der FAZ gelesen. Seine Gedanken hat der russische Schriftsteller bereits 1875 heimlich schriftlich festgehalten. Eine Veröffentlichung hatte er nicht gewagt – man fand den Text in seinem Nachlass.

Hier ein Auszug:

Diese Weihnachtsbäume – das ist doch die reinste Waldverschwendung! […] Was für ein unkultivierter, geistloser deutscher Einfall das doch ist: einen nassen, schmutzigen Baum aus dem Wald zu holen, Wachsstummel daran festzukleben, Schnüre mit Walnüssen daran anzuhängen und ringsherum Geschenke auszubreiten! Das ist doch unnatürlich, auch den Kindern ist dieser Anblick sicher zuwider, für die Erwachsenen aber ist es einfach unerträglich! Dabei können Sie es kaum erwarten, dass die Bäume wieder hinausgeschafft werden.

Wie recht er hat!

Ein Kommentar zu “Weihnachtsbaum

  1. Was war mit dem Schriftsteller los?
    Niemand holt einen schmutzigen Baum aus dem Wald. Und wenn er nass ist, wird er wieder trocknen. Die „Wachsstummel“ sind Kerzen.

    Was daran (Weihnachtsbaumschmuck, Geschenke) unnatürlich sein soll, muss er mir bitte mal erklären.

    Welchen Kindern ist der Anblick zuwider, welchen Erwachsenen unerträglich?

    Welche Erwachsenen können es kaum erwarten, dass der Baum wieder herausgeschafft wird?

    In großen Mengen werden diese Bäume nur gepflanzt, um dann als Weihnachtsbäume verkauft zu werden; deshalb keine „Waldverschwendung“. Was könnte ich alles Böses und Unfreundliches über die „Unsitte“ sagen/schreiben, Blumen zu züchten, abzuschneiden, zu verschenken und in Vasen und Töpfen welken und verdorren zu lassen – wenn ich diese „Sitte“ nicht kenne oder nicht mag! Wer will, kann alles schlechtmachen, was Andere freut. Ich bin Floristin mit Leib und Seele. Architekten bestimmt auch. Über sie mache ich mir Sorgen, wie es weiter geht, wenn sie wegen die Häuserbau die natürlichen Wälder (Ressourcen) abholzen.

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