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EDUTAINMENT CENTER

Heute nun erfolgte die Übergabe des gesamten neuen Koblenzer Kulturbaus an die Bürger und Bürgerinnen der Stadt. Alle drei Nutzer des Neubaus – das Mittelrhein-Museum, die Stadtbücherei und die Tourist-Information mit ihrem Romanticum – öffneten ihre Pforten für jedermann.

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Im Inneren zeigt wirklich jeder Blickwinkel ein anderes Bild. Der einstige Ausruf der russischen Konstruktivisten „Baut Bewegung!“ hat offenbar die Phantasie der Architekten Benthem Crouwel beflügelt. Alles fließt in einem offenen Raumkontinuum. Überwältigend ist der kathedralartige Eindruck der offenen Eingangshalle, die bis unters verglaste Dach den Dreh- und Angelpunkt des triangulären Gebäudes darstellt.

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Das Forum hat architektonisch alle Voraussetzungen zu einem lebendigen Erlebnis-, Versammlungs- und Kommunikationsraum zu werden. Geschaffen wurde quasi ein neues urbanes Konzept mit unterschiedlichen Themenwelten, das die Kulturangebote der Stadt zeitgemäß präsentiert. Der Begriff Kulturtempel erscheint für die Nobilitierung dieser Architektur nicht zu hoch gegriffen.

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von rechts: Mels Crouwel und Markus Sporer (Benthem Crouwel Architekten) Joachim Rind, Henner Herrmanns
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P1210910The  Kulturbau houses the public library, the Mittelrhein Museum and the tourist information of Koblenz, with their ‘Zentrum der Rheinromantik’. The combination of these different cultural institutions offers the chance to exploit the synergies between the various institutions. The cultural building stands solitary in the new central square and is a landmark due to this solitary character, its facade design and the conscious elevation in the city. The building has splendid accessibility for visitors; the central lobby has entrances from all sides and is therefore a natural part of the urban fabric.
On the open square, the three functions each have their own entrance. Via prominent access elements like the spiral staircases (museum and tourist information) and the escalator (library), the institutions can be reached. Above the common ground floor area, the different functions overlap each other per floor. The permanent exhibition of the Mittelrhein Museum occupies the first floor. The library is located on floor two, four and five, with direct access to the roof terrace. The 30 meters high open space inside connects the institutions vertically, brings day light deep into the building and offers a variety of outlooks.
The volume has a double facade with a Structural-Glazing construction of white silk-screened glass, which envelops the building like a second skin and offers a frosted and refined appearance. The motif of the print provides a filtered view from inside to outside, and allows a vaguely transparent view when looking from the outside in. At the different entrances, the outer facade has a spacious cut and therefore offers a direct view of the lobby and entrance areas.

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Der verglaste Panorama-Aufzug bringt Besucher bis auf die Dachterrasse
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See also:

https://herrmanns.wordpress.com/2013/06/19/kulturbau-forum-confluentes/

2 Kommentare zu “Kulturbau Forum Confluentes (Teil 2)

  1. Kleiner Exkurs aus der Gestaltpsychologie
    1.) Wir wissen, dass die Wahrnehmung nicht als Analyse einzelner Elemente funktioniert, sondern uns in einer komplexen Umwelt sehr viel effizienter, ein automatisches Erkennen ermöglicht nach dem Grundsatz, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Dies erlaubt eine schnelle Orientierung; das Wahrgenommene kann so als gute oder – falls zu komplex – eben als weniger gute Gestaltung beurteilt werden.
    2.) Die grundsätzlichen Elemente der Architektur bleiben – da sie aus anthropologischen Konstanten herrühren – immer die gleichen unabhängig von den wechselnden Stilen in den verschiedenen Epochen und den sich weiter entwickelnden Konstruktionsmöglichkeiten. Dieses System anthropologischer Gegebenheiten ist die Grundlage für die Sprache der Architektur über alle Jahrhunderte hinweg. Aus diesem Grund entwickeln wir zu den gebauten historischen Zeugnissen noch immer ein ebenso unmittelbares Verhältnis wie die jeweiligen früheren Zeitgenossen.
    Deshalb sollte ein Bau, der mehr sein will als bloße Funktion und Konstruktion, auch heute so beurteilt werden wie die großen Monumente der Baugeschichte, nämlich als Ergebnis des prägenden Einflusses seiner Zeit, aber eben auch als überzeitliche Thematisierung des immer Gleichen in der Architektur.
    Dies sind Prämissen, die die Beurteilung von Architektur über den subjektiven Eindruck hinaus ermöglichen.
    aus ArchBlog v. 27.12.12
    https://herrmanns.wordpress.com/2012/12/27/architekturgestaltung-5/

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