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©Foyer Neue Staatsgalerie

RAL 6018

In drei Wochen werden Foyer und Ausstellungsräume des Erweiterungsbaus der Stuttgarter Staatsgalerie für Besucher vorübergehend geschlossen, um den berühmten grünen Noppenboden aus Kautschuk zu erneuern.

1984 wurde der eklektizistische Stirling-Bau in Stuttgart eröffnet und ich erinnere mich gut an den Aufschrei, der damals durch die Architekturwelt ging. Die Debatten über den Entwurf füllen Folianten der Architekturgeschichte. Vor allem Stirlings Idee, die heiligen Museumshallen mit knallgrünem norament-Noppenboden auszulegen kam seinerzeit einem Sakrileg gleich. Vielleicht sollte man an dieser Stelle erwähnen, dass Stirling farbenblind war. Jedenfalls antwortete er auf die prekäre Frage nach der Farbwahl: „Because I like it“.

 ©Neue Staatsgalerie Fassade

photos: Staatsgalerie Stuttgart

Auch insgesamt setzte James Stirling mit diesem Museumsbau einen Meilenstein in der zeitgenössischen Architektur. In seinem Stuttgarter Bau persifliert er die abendländische Baugeschichte vom Klassizismus und seine romantische Rückbesinnung auf die klassischen Epochen bis hin zum russisch-sowjetischen Konstruktivismus und hat mit seiner postmodernen, metaphorischen Architektursprache den puristischen Funktionalismus der Moderne mit geradezu barocker Gestaltungsfreude erweitert.

Siehe auch:

https://herrmanns.wordpress.com/2011/10/31/james-stirling/

2 Kommentare zu “Stirling- Bau in Stuttgart

  1. Pingback: Giorgio de Chirico | ARCH BLOG

  2. Pingback: The Late James Stirling | ARCH BLOG

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