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Schrift an röm. Hauswänden:

„Cacator cave malum! Aut si contempseris, habeas Jovem iratum!“ (Hüte Dich, auf die Straße zu kacken! Sonst wird Dich Jupiters Zorn treffen!)

„Non olet“

Die neue auffallend grüne Box im Stadtpark von Uster/Schweiz dient der öffentlichen Hygiene. Geplant wurde sie von den Architekten Gramazio & Kohler, Lehrstuhlinhaber für Architektur und Digitale Fabrikation an der ETH Zürich.

Non olet“ hätte Kaiser Vespasian hier ausgerufen. Die Toiletten-Anlage ist nach dem neuesten Stand der Technik gebaut. Die exaltierte Außenhaut, bestehend aus gefaltetem Aluminiumblech, wurde aus einzelnen, parametrisch bestimmten Modulen generiert. Die Aluminiumstreifen sind Laser geschnitten und von Hand abgekantet, anschließend auf maschinell vorgelochte Trägerplatten gesteckt und rückseitig verbolzt worden. Durch die Tiefenwirkung der Faltung und die farblich nuancierten Bleche entsteht eine irisierende Oberfläche, die je nach Blickwinkel und Lichteinfall, ein changierendes Fassadenmuster ergibt.

Das Gefüge von individuellen Modulen ergibt in der additiven Zusammensetzung ein schönes Spiel von Licht und Schatten, Dynamik und Bewegung.

Und nach der Lektüre von Peter Handkes Versuch über den Stillen Ort könnte man durchaus annehmen, dass der grüne Abort ein entrückter Raum sei und zum „Sinnieren, Phantasieren und Imaginieren“ einlädt.

Alle Abbildungen: Gramazio & Kohler

In 2011 the green public toilet has been developed for the city of Uster. The parametric design of its facade is consisting of folded, vertically arranged colored aluminum strips.

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