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Le mystère de Munich

Noch bis zum 30. September dauert die Ausstellung Marcel Duchamp. Le mystère de Munich in der Pinakothek der Moderne in München.

Im Jahr 1912 hat Marcel Duchamp drei Monate lang in München gewohnt. Später hat der Konzeptkünstler München als Ort seiner völligen Befreiung bezeichnet. Sein Aufenthalt in dieser Stadt hat sich in diesem Jahr zum 100. Mal gejährt. Aus diesem Anlass zeigt das Architekturmuseum der TU München die Plastik von Rudolf Herz „Marcel Duchamp. Le mystère de Munich“, die vor der Alten Pinakothek, nicht weit entfernt von Duchamps damaliger Wohnung, öffentlich ausgestellt ist. Die Beton-Plastik ist die Rekonstruktion der Münchener Wohnung im Maßstab 1:1, um 90 Grad gekippt. Die räumliche Installation wirkt im Kunstareal wie ein riesiger Fremdkörper. Das Werk erinnert mit seiner Materialästhetik an die Arte Povera. Es ist nicht nur das „arme“ Material, sondern auch die besondere Ästhetik, die – wie bei der italienischen Kunstströmung – die Distanz zwischen Kunst und Leben aufheben soll.

Was sich in den Sommermonaten des Jahres 1912 in der Münchener Wohnung Barerstraße 65 abgespielt hat, kann man heute nicht mehr genau belegen. Die Quellenlage ist dünn, die Aussagen von Zeitzeugen widersprüchlich. Rudolf Herz ist aber davon überzeugt, dass es sich bei dieser Adresse um den Geburtsort der Konzeptkunst handelt. Seinen jahrelangen Recherchen zufolge hat Marcel Duchamp als Untermieter ein Zimmer in der Nähe von Münchens „guter Stube“ bewohnt und hier sei, davon ist er überzeugt, die Konvertierung vom Maler zum Konzeptkünstler geschehen. Lassen wir diese Meinung einfach mal so im Raum stehen.

In 1912, Marcel Duchamp lived for three months in Munich. Later, the concept artist said Munich was his place of total liberation. 100 years later, the Architecture Museum of the Technical University of Munich is showing the sculpture made by Rudolf Herz „Marcel Duchamp. The Mystery of Munich“, which is standing in front of the Old Pinakothek, not far from Duchamp’s former apartment. The concrete sculpture is the reconstruction of the Munich apartment in the scale 1:1, tilted 90 degrees. The spatial installation works in the art area like a giant debris. The work recalls the material aesthetics of the Arte Povera. It’s not just the „poor“ material, but also the special aesthetic.
What happened in the summer of 1912 in the Munich apartment Barerstraße 65, nobody knows accurately. The source material is thin and the statements from witnesses are very contradictory. But Rudolf Herz is convinced that it is this address that is the birthplace of the concept art. We should leave this opinion uncommented.

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