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Es ist nicht  Mies

Beim Anblick dieses eleganten Wohngebäudes denkt man sofort an Mies van der Rohes Farnsworth House in Plano, Illinois oder an seinen Barcelona Pavillon. Ebenso wie diese ist es geradlinig konstruiert, klar und minimalistisch. Es ist die Sehnsucht nach dem Einzigartigen.

D10 ist ein privates Wohnhaus, 2011 in der Nähe von Ulm gebaut. Sein Architekt ist ebenfalls kein Unbekannter in der Fachwelt – Werner Sobek. Bei uns in Koblenz hat er die Tal- und Bergstationen für die Seilbahn über den Rhein geplant, die inzwischen zum Wahrzeichen der Stadt avanciert ist (ArchBlog: https://herrmanns.wordpress.com/2010/03/22/baukultur/).

Prägende Elemente des puristischen D10-Objektes sind zwei parallele Wandscheiben. Der Raumabschluss erfolgt durch eine großzügige Verglasung. Eine umlaufende Terrasse, geschützt durch das weit auskragende Flachdach, verbindet Innen- und Außenraum. Insgesamt strahlt das Wohnhaus konzeptionelle Ruhe aus. Nirgends entdeckt man ein Zuviel des Guten, eher ein „weniger ist mehr“.

Besser Wohnen (Fotos zooeybraun)

Ausgestattet wurde es mit einem Energiekonzept, das den kompletten Energiebedarf des Gebäudes mittels regenerativer Energien deckt. Die zur Erzeugung von Warmwasser sowie zur Deckung des Heiz- und Kühlbedarfs notwendige Energie wird durch ein Geothermie-System mit hocheffizienter Wärmepumpe sicher gestellt. Die komplette Dachfläche ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, die im Jahresdurchschnitt mehr als die im Gebäude verbrauchte Energiemenge erzeugt.

Entstanden ist ein kompromissloses Bauwerk des 21. Jahrhunderts von großer klassischer Schönheit und Grandezza.

5 Kommentare zu “Glashaus

  1. Wie einfach es sein kann schöne und trotzdem komplexe Gebäude zu bauen. Davon würde man sich doch gerne mehr wünschen.
    Jedoch wird so etwas durch die meisten Bebauungspläne der Kommunen zu nichte gemacht. Sind diese doch viel zu einfältig (Gestaltung und Reglementierung) und auf Gewinnmaximierung hinsichtlich der Grundstücksvermarktung ausgelegt.
    Solche Villenviertel wie man es z.B. noch am Oberwerth erleben darf, gehören zur Vergangenheit. Bieten diese doch eine hohe Lebens- und Wohnqualität. Gebäude brauchen auch Raum und Platz zum Wirken.
    Man kann hier nur hoffen, dass das in Zukunft besser wird und wir mehr solcher schönen Objekte wie das D10 in unserer Umwelt erleben dürfen.
    An uns Architekten sollte das wohl nicht scheintern!?

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