Home

Salzburger Hauptbahnhof

In frischem Glanz präsentiert sich der Salzburger Hauptbahnhof. Letzten Freitag ist die Sanierung und Bahnhofserweiterung von den ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) mit einem Festakt eingeweiht worden. Hiermit erfolgte die erste Teil-Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs in der Festspielstadt. Im nächsten Jahr wird der neue Kundenbereich komplett in Betrieb genommen.

Unter dem Leitmotiv „form follows existent structure“ hat das Aachener Büro kadawittfeldarchitektur die Bauarbeiten für das denkmalgeschützte Objekt aus dem Jahr 1860 geplant. Die neue Bahnsteigüberdachung für das dritte Gleis der S-Bahn aus hellen Membranen, Glas und pneumatischen luftgefüllten Folienkissen ergänzt die nunmehr sanierte historische Konstruktion aus Stahl und Eisen. Die Idee des ausgeführten Wettbewerbsentwurfs von 1999 war Integration durch Andersartigkeit.

Die neue lichtdurchflutete Gleisüberdachung nimmt sich zurück, unterstreicht die Dominanz der historischen Konstruktion und findet trotzdem zu einer eigenständigen Erscheinung. Überhaupt hat sich das gesamte Bahnhofsareal zu einem belebenden, modernen Akzent im Stadtbild entwickelt.

Das gesamte Revitalisierungsprojekt umfasst den Umbau von einem Kopf- zu einem Durchgangsbahnhof unter Beibehaltung des vollen Bahnhofbetriebs. Die Gleisunterführung wurde zu einer großzügigen modernen Ladenpassage umgebaut, die nicht nur der Mobilität und dem Komfort der Reisenden dient, sondern verbindet auch die durch den Bahnhof getrennten Stadtteile (Elisabeth-Vorstadt und Schallmoos) miteinander. Durch die neue Wegebeziehung wird der städtebauliche Kontext aufgewertet. Architektur leistet hier eine subtile Dramaturgie des Urbanen.

Der neue Hauptbahnhof in der Mozart- und Festspielstadt Salzburg ist nun einer der modernsten in Österreich. Gleichzeitig blieb aber auch das historische Denkmal bestehen: die Stahlhalle von 1908 mit dem Bahnsteig von 1864 und die historische Empfangshalle aus dem Jahr 1907 als Zeugnisse der Ingenieurbaukunst des frühen 20. Jahrhunderts. Die morphologisch determinierenden Elemente der alten Bahnhofsarchitektur wurden restauriert und in das neue Ensemble integriert; sie kommen nunmehr sogar viel besser zur Geltung als zuvor, dokumentieren die Geschichte, geben der Stadtlandschaft ein unverwechselbares Gesicht und schaffen Identität.

Wiederhergestellte historische Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1908

Stahlkonstruktion mit Bogenbindern

Siehe auch:

https://herrmanns.wordpress.com/2010/07/11/bahnhofsarchitektur/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s