Home

Kirche war einmal

Zum ersten Mal wurde in Deutschland eine Kirche in ein muslimisches Bethaus umgewandelt.

Seit Jahren hatte man in der Rheydter Kreuzkirche keinen Gottesdienst mehr gefeiert. Nun wird die ehemals evangelisch-methodistische Kirche in dem Mönchengladbacher Vorort als muslimisches Zentrum, als Cem-Haus genutzt. Der Verkauf des Gebäudes an die ortsansässige alevitische Glaubensgemeinschaft hat in der Bevölkerung Empörung ausgelöst. Ein Tabubruch! Dieses depravierte Ereignis stellt eine weitere Station dar vor dem Abgrund, auf den sich die christlichen Kirchen zubewegen.

Foto: Raupold, RP online

Die Zahl der in Deutschland lebenden Aleviten wird auf rund 600.000 geschätzt. Ihr Name bezieht sich auf Ali, den Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Anders als sunnitische oder schiitische Muslime beten die Aleviten nicht in Moscheen, sondern in sogenannten Cem-Häusern.

Bisher wurde eine Umwidmung von leer stehenden Kirchen zu Moscheen und muslimischen Zentren sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Kirche strikt abgelehnt. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte in ihren “Arbeitshilfen 175 zur Umnutzung von Kirchen” die Abgabe von Kirchengebäuden an islamische Glaubensgemeinschaften ausgeschlossen. Auch die evangelischen Landeskirchen in Deutschland fühlten sich dem verpflichtet. Denn auch eine nicht genutzte Kirche kann für die Gläubigen ihren Symbolcharakter behalten. Mit dem Verkauf der Kreuzkirche in Rheydt ist dieser bislang geltende Konsens der beiden christlichen Kirchen aufgehoben worden – es wurde ein Präzedenzfall geschaffen.
Dieses aktuelle Dilemma über die Aufgabe von Kirchen wird in der von uns herausgegebenen Publikation „Das letzte Abendmahl – Umnutzung, Verkauf und Abriss von Kirchengebäuden in Deutschland“ aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt:

https://herrmanns.wordpress.com/2010/02/08/buchtipp/

Moscheebau in Köln

2 Kommentare zu “Christliche Kirche wird muslimisches Gebetshaus

  1. Na immerhin ist das Gotteshaus immer noch das, was es sein sollte, ein Gotteshaus.
    Es gibt ja auch durchaus Nutzungskonzepte, bei denen diese Gebäude zweckentfremdet werden. Siehe bei der „Sint-Josephkerk“ in Amsterdam.

    Gefällt mir

  2. Pingback: Marode Moderne | ARCHBLOG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s