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Edvard Munch’s The Scream, became the highest-priced artwork to ever sell at auction during Sotheby’s Impressionist & Modern Art Evening Sale, achieving $119,922,500.

Munchs „Der Schrei“  im Auktionshaus Sotheby’s in New York (© AFP)

Edvard Munchs Pastellbild erzielt Auktionsrekord
Als Picasso einmal von einer Dame, die auf einem seiner Bilder so recht nichts erkennen konnte, gefragt wurde, was es denn darstelle, antwortete er: „Madame, das stellt 20 Millionen Franc dar.“ Damit hat der Künstler es auf den Punkt gebracht: Der wahre Wert eines Kunstwerks ist sein Warenwert. Dieser ist nicht allein von der künstlerischen Güte und Qualität abhängig, sondern auch von betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Marketing, Werbung, PR und dergleichen. Etablierte Kunst stellt seit langem ein Wertphänomen dar. Triebfeder für Kaufentscheidungen in diesem Bereich ist die Aussicht auf Spekulationsgewinn.

Und so hat gestern ein Gemälde von Edvard Munch bei der Frühjahrsversteigerung in New York den Rekorderlös von fast 120 Millionen Dollar (107 Millionen Dollar plus des auktionsüblichen Aufgelds) erzielt; was bedeutet, dass der Käufer mehr als 90 Millionen Euro dafür bezahlt. Dies ist sicher auch der weltweiten Werbekampagne von Sotheby’s zu verdanken. Keine Zeitung, die nicht darüber berichtet hätte.

Den Auktions-Weltrekord hatte bis dahin übrigens Picasso gehalten. Vor zwei Jahren war sein „Akt mit grünen Blättern und Büste“ (Nu au Plateau de Sculpteur) für 106,5 Millionen Dollar verkauft worden.

Mit Pablo Picassos „Garçon à la pipe“ gelang es schon vor acht Jahren die Schallmauer der 100 Millionen Dollar zu durchbrechen.

Den absoluten Preis-Rekord hält Paul CézannesKartenspieler„. Das Gemälde wurde 2011 für 260 Millionen Dollar verkauft.

Das gestern verkaufte, 1895 von Edvard Munch gemalte Bild „Der Schrei“ war die letzte in Privatbesitz befindliche Fassung des ikonischen Sujets. Insgesamt malte Munch das Bild vier Mal, die anderen drei Fassungen sind in Museen in Oslo ausgestellt. Es zeigt eine schreiende menschliche Figur mit weit aufgerissenen Mund und Augen, die sich mit beiden Händen die Ohren zuhält und  lautlos schreit. Das expressionistische Bild steht symbolisch für die existentielle Angst und die Verzweiflung des Menschen im 20. Jahrhundert.

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