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ZEICHNER IN ROM

In der Pinakothek der Moderne in München läuft zur Zeitdie Ausstellung „Zeichner in Rom 1550 – 1700“. Präsentiert werden rund 150 Zeichenblätter aus den Beständen der Staatlichen Graphischen Sammlung München.

Pier Francesco Mola „Urteil des Paris“, 1650

Seinerzeit sollten gemäß dem Anspruch des Trienter Konzils und im Sinne der Gegenreformation Kunst und Architektur die Menschen gefangen nehmen.

Der Gläubige sollte durch klar verständliche, das Gefühl zutiefst ergreifende Darstellungen in die Welt der katholischen Kirche zurückgeführt werden. Zugleich sollten Macht und Autorität der katholischen Kirche bildhaft und imponierend dokumentiert werden. Noch heute beeindruckt dieser prächtige Propagandastil, der die Erschütterungen der katholischen Kirche durch den Protestantismus wieder zu Recht rücken sollte.

Und so wie auch wir auf unseren Zeichen-Exkursionen nach Rom immer noch von der Kunst in dieser Stadt beeindruckt sind, hat die Tibermetropole bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wie ein Magnet auf Zeichner aller Herren Länder gewirkt. In diesem Milieu entstand die fulminante Barockkunst mit ihren überwältigenden Darstellungen in Kunst und Architektur.

Alessandro Turchi „Die hl. Katharina von Alexandrien wird im Kerker von Kaiserin Faustina und dem Offizier der Leibgarde, Porphyrius, besucht“, 1620

Die Ausstellung in München zeigt anhand des schöpferischen Mediums der Zeichnung ein facettenreiches und faszinierendes Epochenbild zu dem zahlreiche Künstler beitrugen, die kamen, um ihre Kunst in den Dienst der gebildeten und geschmackssicheren römischen Auftraggeber zu stellen. Die Werke von Bernini, Lorrain u. a. stehen für die damalige Aufbruchsstimmung, eine der künstlerisch fruchtbarsten Epochen abendländischer Kunst.

Claude Lorrain „Landschaft mit Gebäuden und Ruinen“, 1640

Mit dieser Ausstellung wird einer leider zunehmend vernachlässigten Spezies der Kunst, der Zeichnung, gehuldigt.

Ausstellungsdauer noch bis zum 13.05.2012

Annibale Carracci „Christus erscheint Petrus“, 1601

Federico Zuccari, „Moses und Aaron vor dem Pharao“, 1562

Gian Lorenzo Bernini „Männliche Aktfigur“, 1630

Gian Lorenzo Bernini „Selbstbildnis mit dem Kreuz des Christusordens“, 1630

Giovanni Baglione „Figurenstudie zum Joseph für das Gemälde Joseph und die Frau des Potiphar“, 1623

Kreis des Annibale Carracci „Schreibender Knabe“

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