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Baukultur heißt die verantwortliche Gestaltung unserer Umwelt. Baukultur braucht ein Umfeld, das von einer hohen Sensibilität und Verantwortung aller für die Qualität unserer Häuser, Straßen, Plätze, Brücken und Parks gekennzeichnet ist. (Bundesstiftung bauKULTUR)

Facelift des Stadtbildes

Heute konnte ich erkennen, dass sie es richtig machen, die Stadtväter der kleinen Westerwaldstadt Höhr-Grenzhausen.

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Die Stadt kauft nämlich leerstehende, heruntergekommene, sanierungsbedürftige Immobilien im innerstädtischen Bereich auf und verhindert auf diese Weise, dass finanzschwache Käufer solche Billig-Immobilien „für `n Appel und `n Ei“, erwerben können. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass die Erwerber nach dem Kauf keine finanziellen Mittel mehr zur Sanierung aufbringen können mit der Folge, dass die Häuser weiter verkommen und/oder verfallen.

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Konkret wurden neuralgische Bereiche in der Stadt ausgewählt, die zum Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gehören. Hierfür haben die Architekturstudenten/innen der FH Koblenz Vorschläge in Form von Machbarkeitsstudien erarbeitet. Zu den Planungen gehörte u. a. die Untersuchung und Überlegung, was mit dem leer stehenden, maroden Gebäude des ehemaligen CITYKAUF-Hauses unterhalb der Pfarrkirche St. Peter und Paul geschehen sollte. Optionen waren aufgrund der architektonischen und städtebaulichen Analysen zum einen die Weiternutzung nach einem Umbau zu einem City-Hotel oder zu einer Seniorenresidenz. Aber auch der Rückbau des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes wurde nicht als Ultima Ratio, sondern als sinnvolle Lösung ins Auge gefasst, da das CITYKAUF-Haus typologisch nicht in die Stadtmorphologie passte. Der Bau war alles andere als ein obligatorischer und elementarer Baustein der Stadt.
Die Stadt hat sich zu letzterem entschieden und wie ich nunmehr feststellen konnte, ist das Ergebnis gelungen. Höhr-Grenzhausen hat durch den Abriss des nicht erhaltenswerten, klotzigen, mehrgeschossigen Zweckbaus ein Stück städtebauliche Qualität zurückgewonnen.

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nachher

Man könnte sagen, in Höhr-Grenzhausen ist Le Corbusiers Pariser „Plan Voisin“ von 1925, mit dem der große Architekt Teile der Altstadt von Paris abreißen lassen wollte, um mehr Licht, Luft und Grün in die Innenstadt zu lassen, im Kleinen umgesetzt worden.

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