Home


Galeriebau des Bürresheimer Hofes (1771 – 74,  Baumeister Nikolaus Lauxen)

Historisches Bauensemble sucht neue Nutzung

Nur noch bis zum Frühjahr 2013 wird das städtische Mittelrhein-Museum in Koblenz im Alten Kauf- und Schöffenhaus und dem benachbarten Bürresheimer Hof verbleiben. Dann zieht das MRM vom Florinsmarkt in den Kulturneubau auf dem Zentralplatz um. Hier erhalten die Sammlungen und Bestände des 1833 begründeten Museums eine adäquate Unterbringung und attraktivere Präsentation.

Student. Zeichnung, entstanden im Zeichen-Seminar: Altes Kauf- und Schöffenhaus

Nun ist guter Rat teuer, was soll dann mit den zur Disposition stehenden historischen Gebäuden geschehen, die seit 1965 als Museum dienen? Die erforderliche Grunderneuerung und Sanierung der Bauten kann die Stadt sich nicht leisten, zumal man keine rechte Verwendung für das Bauensemble hat. Ein Investor müsste her, der für die leer stehenden Gebäude eine passende Nutzung findet. Unerwünscht sind von Seiten der Stadt auf jeden Fall Nachnutzungen als Bordell, Sexshop, Spielhalle und dgl. Siehe hierzu:

http://www.rhein-zeitung.de/regionales/koblenz_artikel,-Historische-Gebaeude-suchen-neue-Nutzer-_arid,335734.html

Die ArchitekturstudentenInnen der FH Koblenz haben zu der pittoresken Architektur im Herzen der Altstadt eine besondere Beziehung, dient es doch zusammen mit der benachbarten Florinskirche im Sommersemester als Motiv im Zeichenseminar. Auch haben wir uns schon vor Jahren über ein Redevelopment des historischen Bauensembles Gedanken gemacht und konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet. Favorisiert wurden Umbauideen zu einem Hotel. Die attraktive Altstadt-Lage der malerischen Gebäudegruppe mit gleichzeitigem Moselblick erscheint für eine solche Nutzung ideal.

Rhein-Zeitung v. 05.05.03

Der Bürresheimer Hof, Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet, wurde seit dem 19. Jahrhundert von den Koblenzer Juden bis zur Progromnacht am 9. November 1938 als Synagoge genutzt. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde der Bürresheimer Hof wieder aufgebaut, jedoch ohne die bekrönenden Dachaufbauten.

Rhein-Zeitung v. 25.06.03

Das Alte Kaufhaus wurde im spätgotischen Stil zu Beginn des 15. Jahrhunderts als Warenlager und für Festivitäten erbaut. Von 1674 – 1794 war es Rathaus, wobei es nach den Zerstörungen von 1688 mit barocken Änderungen 1769 wieder hergestellt und als Realschule und Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung genutzt wurde. 1965 wurden die die schweren Beschädigungen des Zweiten Weltkrieges beseitigt.

 

Student. Zeichnung von Ergün, entstanden im Zeichen-Seminar: Altes Kaufhaus. Angrenzend steht das spätgotische Schöffenhaus mit seinen zwei achteckigen Türmchen, 1531 erbaut als Sitz der Gerichtsschöffen. Zur Moselseite besitzt es einen gotischen Schmuckerker.

Student. Zeichnung von Gideon Karnath, entstanden im Zeichen-Seminar: Altes Kauf- und Schöffenhaus

Der Erhalt gewachsener Stadtstrukturen und der historischen, denkmalgeschützten Bausubstanz bei gleichzeitiger Modernisierung und Entwicklung bzw. Umnutzung sollte als Herausforderung und gemeinsame Aufgabe begriffen werden.

Ein Kommentar zu “Bauen im Bestand

  1. *schmunzel…
    Hallo Henner!
    Wie doch die Zeit vergeht!
    Dass Du mich nach 15 Jahren noch für meine alten „Zeichensünden“ geradestehen lässt….
    Michelangelo wusste schon, warum er so Einiges in Flammen aufgehen ließ…;-))
    Liebe Grüsse nach Vallendar
    Gideon

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s