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Der_Furor

Nicht mit uns! –Mut zur Wut – Schämt Euch! – Es reicht – Empört Euch! tönten am 15. Oktober die Schlachtrufe der 5000 Demonstranten im Frankfurter Bankenviertel, mit denen wir gegen die Diktatur der Banken protestiert haben. Nachdem anschließend die jungen Leute ihre Zelte vor der EZB aufschlugen, bewegten wir uns Richtung Städel-Museum zur Beckmann-Ausstellung.

Abb. Cabins, 1948

Max Beckmann lebte, arbeitete und lehrte bis 1933 in Frankfurt an der Städelschule. Er hatte versucht gegen das dystopische Unheil anzumalen, das sich in Deutschland zusammenbraute, bis die repressive NS-Kulturpolitik diesen freien Geist strangulierte, indem sie seine Werke als entartet degradierte. Max Beckmann war ein kantiger und streitbarer Willensmensch. Seine appellhaften Schriften borden über von Kampfeslust.

The Town. City Night, 1950

Unter dem Titel „Beckmann und Amerika“ ist nunmehr im Frankfurter Städel-Museum dem Spätwerk des Künstlers eine große Ausstellung gewidmet. Die letzten drei Jahre, bis zu seinem Tod lebte Beckmann (1884 – 1950) in den USA. In diesen drei Jahren entstanden zahlreiche Hauptwerke. Beckmanns Eigenständigkeit ist aus heutiger Sicht umso eindrucksvoller, wenn man sie in Korrelation zu den amerikanischen Künstlern seiner Generation betrachtet. Es ist die Zeit, in der Maler wie Jackson Pollock, Mark Rothko, Barnett Newman oder Jasper Johns mit ihren abstrakten, gegenstandslosen Bildern enorme Aufmerksamkeit erregten. Beckmann blieb jedoch immer dem Figürlichen und seiner metaphorischen Thematik verbunden.

Argonauten, 1949-50

Gezeigt werden unter anderem das monumentale Triptychon “Die Argonauten“ (1949/50) sowie eine Vielzahl an Zeichnungen, Druckgraphiken und Aquarellen. Mit seinen Triptychen hat sich Beckmann einer strengen, an die Tradition der Altarbilder anknüpfenden Vorgabe unterworfen. Für die Beschreibung dieser Arbeiten lieben die Kritiker vor allem ein Wort: enigmatisch.

Frau mit Mandoline in Gelb und Rot, 1950

Die Ausstellung vertieft unser Max-Beckmann-Bild. Sie läuft bis zum 8. Januar 2012 im Frankfurter Städel Museum.

Abstürzender, 1950

Ein Kommentar zu “Max Beckmann

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