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„Holz ist das Material des 21. Jahrhunderts“ (Matteo Thun)


Allgäuer Holzarchitektur

Holzbauten haben zu allen Zeiten fasziniert, von den skandinavischen Stabkirchen aus dem frühen 12. Jahrhundert über die Fachwerksbauten des späten Mittelalters bis zu den heutigen Ingenieurkonstruktionen mit großen Spannweiten aus industriell gefertigtem Brettschichtholz (BSH).

Auf 1200 m Höhe, in exponierter Lage vor dem Iseler, dem Hausberg von Oberjoch, inmitten der herrlichen Naturlandschaft des Oberallgäus, liegt der Erweiterungsbau des Berghotels Mattlihüs.

Der neue 800 m² (Nutzfläche) große Anbau in Massivholzbauweise beherbergt 6 Doppelzimmer im EG, weitere 6 Suiten im OG sowie einen Wellnessbereich im UG. Das Anfang 2011 fertiggestellte Haus wurde nach den Regeln des Feng Shui, der Baubiologie und der Geomantie im Sinne eines ganzheitlichen Umgangs mit Raum und Umwelt gebaut. So wurden sowohl Rohbau als auch Ausbau zu 100 % aus mondgeschlagenem Fichtenholz errichtet mit tragender, dämmender, schützender und gestaltender Funktion.

Der Aufbau der Außenwände mit Massivholzwand, Holzfaserdämmung und Lärchenschindeln besteht komplett aus Holz und erfüllt somit die Anforderungen an eine nachhaltige und baubiologische Ausführung. Nach Angabe des Architekten Hans-Peter Meyer wurden mit den Holzbauteilen und der Holzfaserdämmung 750 m³ Rohstoff Holz verbaut und somit ca. 750 Tonnen CO2 gebunden.

Es wurden kein Leim, keine Schraube und kein Nagel verwendet. Die Verbindung der Holzteile wurde ganz im Sinne der Baubiologie mit Hilfe von Hartholzdübeln bewerkstelligt. Tatsächlich ist auch kein Bild mittels Nagel aufgehängt worden. Wozu auch bei dem eindrucksvollem Panoramablick. Nirgendwo gibt es ein Zuviel. Die Gästezimmer bestechen durch Einfachheit und Klarheit. „Schwäbisch-Bayerischen Barock“ sucht man vergebens. Übertroffen wird diese Einfachheit nur noch durch die überall im Allgäu anzutreffenden Almhütten, die möglicherweise auch als Inspiration dienten.

Unbehandeltes Holz ist das allseits dominierende Material. Alle Holzmassivbauteile, innen und außen, sind naturbelassen und erzeugen ein behagliches Raumgefühl. Dieses subjektive Empfinden einer warmen Ausstrahlung beruht im Übrigen auch auf den günstigen physikalischen Eigenschaften von Holz. Nicht umsonst spricht man davon, dass Holz ein „warmer“ Baustoff sei. Die natürlichen Eigenschaften des Holzes garantieren ein gesundes Raumklima. Dafür sorgen seine luftreinigenden, feuchtigkeits- und temperaturregelnden Eigenschaften, die zudem eine überaus positive Energiebilanz garantieren, da die hohe Speicherfähigkeit Außentemperatur-Schwankungen sehr gut ausgleichen kann.

Die neuen Zimmer bzw. Suiten dieses Green Hotels besitzen einen hohen Nutzwert, wobei der Content um den Aspekt des Sinnlichen erweitert ist, wovon ich mich in meinem Bergwander-Urlaub überzeugen konnte. Die Hotelerweiterung stellt eine Melange dar aus alpenländischer Bautradition und moderner Architektursprache. Die Entwicklung, traditionelle Gasthäuser mit zeitgenössisch-moderner Holzarchitektur neu zu beleben, wird mit diesem Anbau quasi antizipiert.

  „Wood is the material of the 21st Century „(Matteo Thun)

At all times wooden buildings and timber constructions have fascinated: of the Scandinavian stave churches from the Middle Ages to the present engineering structures with large spans.

At 1200 m altitude in a prominent location and in front of the Iseler, the mountain of Oberjoch, amidst the beautiful natural landscape of the Allgäu, there is the extension of the mountain hotel Mattlihüs.

The new 800 sqm solid wood construction contains 6 double rooms on the ground, another 6 suites upstairs and a spa in the basement. The house, completed in early 2011, was built on the principles of feng shui, geomancy and the biology in the sense of a holistic management of space and environment. Thus, both building shell and finishings were made to 100% from pine wood with supporting, insulating, protecting and formative function.

The structure of the exterior walls with solid wood walls, wood-fiber insulation and larch shingles made entirely of wood and therefore meets the requirements for a sustainability and environmental design. According to the architect Hans-Peter Meyer they have installed with the wood components and wood fiber insulation 750 m³ of wood raw material and thus bound about 750 tons of CO2.

There were no glue, no screws, no nails used. The combination of the wooden parts was done in the spirit of biology with the help of wooden dowels. In fact, no picture has been hung by nail. What for, the panoramic views are impressive and more than enough. Nowhere there is too much. The guest rooms offer simplicity and clarity. „Bavarian Baroque“ is not offered. This simplicity is surpassed only by the wooden huts all over the Alpine scenery, which possibly served as inspiration.

Untreated wood, inside and outside, is the dominating material. All solid wood components are also uncovered, and create a cozy feeling. This subjective feeling of a warm appearance, moreover, is based on the favorable physical properties of wood. Not for nothing it is said that wood is a „warm“ building material. The new rooms in this Green Hotels have great value, where the content is expanded to include the aspect of sensuality, of which I could convince myself in my mountain hiking holiday.

The hotel expansion is a blend of alpine architectural tradition and modern architectural language. The development shows, traditional inns can be revamped with contemporary and modern wood architecture.

Ein Kommentar zu “Holzbau

  1. Architektur ist die Vernetzung von MENSCH, ORT, TECHNOLOGIE und PHILOSOPHIE

    Gesundheitsbewusstes und ökologisches Bauen entwickelt sich aus dem Ort und der Landschaft. Hier ist es wichtig detaillierte Informationen über die Eigenheiten des Bauplatzes zu analysieren und in die Planung zu integrieren…

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