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„Das Interessante an Architektur ist, dass sie Antworten gibt, dass sie auf Situationen reagiert.“ (David Chipperfield)

Musikpavillon der Salzburger Biennale

Als Zeichenobjekt ist er zwar völlig ungeeignet, aber er stellt dennoch ein zeichenhaftes Objekt dar, der Musik- und Ausstellungspavillon der Salzburger Biennale, den wir auf unserer Zeichenexkursion* in Salzburg ganz in der Nähe des Salzburger Doms entdeckt haben. Wie ein Fremdkörper wirkt diese moderne Architektur-Installation in dem Ambiente der Barockstadt nach dem Prinzip „nicht einfügen sondern herausragen“ und wurde so zum signifikanten Zeichen der Biennale. Hier in diesem Paradigma der zeitgenössischen Architektur mit dem Namen „White Noise“ findet seit März bis Juni 2011 Kunst in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen statt.

Mit einer Vielzahl potentieller Lösungen, welche durch Mechanismen wie Selektion, Rekombination und Mutation über viele Generationen hinweg neu aufgebaut werden, entsteht eine angestrebte Kongruenz von Tragwerk und architektonischem Entwurf, eine unter Berücksichtigung der architektonischen Randparameter optimale Lösung mit emergentem Tragverhalten. (Text der Architekten)

Als Siegerentwurf eines internationalen Architekturwettbewerbs hervorgegangen, wurde diese ArchiSkulptur mittels 3D Modeling von der österreichischen Architektengruppe soma entworfen. Anhand computergestützter Fertigungssysteme wurde das 3D Gebäudemodell aus hunderten Aluminiumstäben zusammengesetzt. Diese bilden ein Tragwerk, das als parametrisches Modell entwickelt wurde und in dem Position und Ausrichtung der einzelnen Stäbe individuell variabel gesetzt worden sind. Die sich kreuzenden Stäbe wurden in parallelen Ebenen angeordnet – ohne sich innerhalb der jeweiligen Ebene zu überschneiden – und zu einer dreidimensionalen Baustruktur zusammengesetzt. Zwischen zwei Ebenen wurden die viereckigen Stäbe an ihren projektierten Schnittpunkten durch Rundrohre miteinander verbunden. Das Zusammenführen der Stäbe des Rahmentragwerks in einem quer zur Tragrichtung verlaufenden Profil ermöglicht einen einfachen Auf- und Abbau des flexiblen und vielfältig adaptierbaren Pavillons.

A plastic-coated membrane wraps the indoor space

Angesichts der komplexen Struktur, die sich je nach Licht- und Wetterverhältnissen sowie Standpunkt auf dem Mozartplatz permanent verwandelt, sind die formalen Mittel überraschend einfach. Im Sonnenlicht ist die architektonische Skulptur keine präzise Gestalt, sondern eine flimmernde Präsenz. Im nächsten Monat wird der mobile Pavillonbau dekonstruiert und nur noch Vision, ein epiphanisch aufgeladener poetischer Augenblick in Salzburg gewesen sein.

* https://herrmanns.wordpress.com/2011/06/03/zeichnen-in-salzburg/

Completely inappropriate as a token object the music pavilion for the Biennale is nevertheless a landmark, which we discovered on our trip to Salzburg in the vicinity of the Cathedral. Even though this modern architecture looks in the ambience of the baroque city as a foreign body it has become the significant emblem of the Salzburg Biennale. Here in this multi-dimensional work of art with the name „White Noise“ art in its many forms takes place from March to June 2011.

Emerged as the winner of an international architectural design competition, these Sculpture was designed by the Austrian architects soma. The building is composed from hundreds of aluminum rods. These form a structure that was designed as a parametric model. Constantly the complex looking structure is transformed according to light and weather conditions as well as the position of the observer on the Mozart Square. In sunlight the architectural sculpture is not a precise figure, only a flickering presence. And next month the mobile pavilion will be removed and only an appearance was seen in Salzburg.

The structure of the pavilion consists of round about 1500 aluminum rods

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