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BUGA Preview

Bevor am nächsten Wochenende die BUGA 2011 in Koblenz eröffnet wird, hatte ich heute Gelegenheit, das BUGA-Areal auf der Festung Ehrenbreitstein zu besichtigen, wobei mir zwei Pavillons besonders erwähnenswert erscheinen:

Ein architektonisches Highlight stellt das Aussichtsplateau von dem belgischen Architekten Daniel Dethier dar. Es scheint, als würde diese weithin sichtbare dreieckige Architekturkonstruktion über dem Festungshang schweben, denn eine Spitze kragt weit über die Geländekante zum Rheintal hin aus. Als spitzwinklige, dreieckige Konfiguration, aufgeständert auf Stahlstützen, windet sich der seitlich offene luftige Fachwerksbau aus Douglasieholz in die Höhe, wobei der Besucher sich barrierefrei auf zwei Ebenen bewegen kann mit Ausblick über das Deutsche Eck und das Neuwieder Becken.

Gleichzeitig stellt der 30 x 30 m große Bau eine Werbeplattform von Landesforsten Rheinland-Pfalz zum „Jahr des Waldes“ dar. In den Schenkeln der dreieckigen Grundform der Konstruktion – sie symbolisiert das Nachhaltigkeitsdreieck mit den Themen Ökologie, Ökonomie, Soziales – werden Themenschwerpunkte gesetzt. Über einzelne sog. Aktivstationen können sich die BUGA-Besucher die Ausstellung „Wald im Wandel“, die für die heimischen Wälder wirbt, multimedial erschließen. Diese attraktive Informationsplattform, die sicherlich ein Publikumsmagnet wird, soll auch nach Ende der Bundesgartenschau im künftigen Landschaftspark stehen bleiben.

Mit dem Baustoff Holz ist es möglich, Ressourcen zu achten, nachhaltige Lösungen zu finden und gleichzeitig Ästhetik und Schönheit zu unterstützen. Holz, als nachwachsender Rohstoff, ist im Bauwesen einfach nicht wegzudenken.

Ein weiteres architektonisches Glanzstück auf dem Festungsplateau stellt der Informationspavillon des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. dar.

Dieser sog. „Fincube“ ist vom Berliner Studio Aisslinger für den temporären Raumbedarf entwickelt worden: Der Kubus besteht aus einer Lärchenholzkonstruktion mit den Abmessungen 8,5  x 8,5 m versehen mit Dreifachverglasung und Holzlamellenverkleidung. Diese vorgehängte Lattung auf bogenförmiger Unterkonstruktion nimmt der würfelförmigen „Holzkiste“ nicht nur ihre Schwere, sondern verleiht ihr auch eine architektonisch ansprechende Form und ein elegantes Äußeres. Die Lärchenlamellen dienen darüber hinaus auch als Sonnen- und Sichtschutz. Dieses temporäre Bauwerk ist rückbaubar konzipiert, so dass es nach der BUGA demontiert und an anderer Stelle wieder aufgestellt werden kann.

Am 21. Juni werde ich mit unseren Architekturstudenten/innen und interessierten BUGA-Besuchern in diesem Festungspark auf Ehrenbreitstein im Rahmen der Aktion „Architektur-Zeichnen auf der BUGA“ u. a. die Holzkonstruktionen skizzieren und aquarellieren.

Alle Termine „Architektur-Zeichnen auf der BUGA“:

07.06.11, 14-17 h Treffpunkt Kastorkirche

14.06.11, 14-17 h, Treffpunkt Rheinseite Schloss

21.06.11, 14-17 h, Treffpunkt Seibahnstation Festung

Ein Kommentar zu “BUGA 2011

  1. Die BUGA in Koblenz zeigt die Stärke des High-Tec-Rohstoffs und des modernen Holzbaus in vielen Objekten:
    Aussichtsplateau, Fincube, HWK-Pavillon, RZ-Forum, Blumenhalle, Servicegebäude, Seilbahnhaube, Spielplatz Bleidenberg.
    Ich gratuliere den Bauherren zu ihrer zukunftsorientierten Entscheidung, den Planern zu ihrer anspruchsvollen und ästhetischen Konstruktion, den ausführenden Firmen zu ihrer handwerklich und zeitlich präzisen Arbeit.
    Die BUGA strahlt in Holz! Wir freuen uns und danken dem BUGA-Team.

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