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Neues Museum Museumsinsel Berlin


Die Wiederherstellung des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Gebäudes umfasst nicht nur die Restaurierung, sondern auch Neubauteile, die den Altbestand komplettieren.

Zu Recht erhält das Architekturbüro von David Chipperfield für den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg beschädigten klassizistischen Neuen Museums in Berlin am morgigen Freitag den DAM Preis für Architektur in Deutschland 2010.

Ostfassade modern modifiziert weitergeführt

Durch den sensiblen Umgang mit dem historischen Baubestand ist dieses Objekt ein besonders gelungenes Beispiel für architektonische Restaurierungen. Die Gestaltqualität der schöpferischen Rekonstruktion liegt gerade im spürbaren Respekt vor dem Bestand und der kreativen, differenzierten Neuinterpretation des von Friedrich August Stüler erbauten Hauses. Nicht zu vergleichen ist eine solche Restaurierung eines ruinösen Baus mit dem beabsichtigten Wiederaufbau des heute nicht mehr existenten Berliner Schlosses, worüber man geteilter Meinung sein kann.

Das Ägyptische Museum, die Papyrussammlung und das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung haben in dem Ende 2009 wiedereröffneten Bau neue Ausstellungsräume erhalten. Herzstück des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel ist die etwa 3.300 Jahre alte, farbige Büste der Nofretete, der Gattin des Pharao Echnaton. Aber es ist nicht allein diese schöne Plastik, die 1912 in Tell El-Amara bei Ausgrabungen entdeckt wurde, die so viele Besucher anlockt. Das eigentliche Prunkstück ist das Neue Museum selbst – wie bereits in einem Blogbeitrag im letzten Jahr berichtet:

https://herrmanns.wordpress.com/2010/09/08/museumsarchitektur/

Die offizielle Preisverleihung findet am 28. Januar 2011 im Rahmen der Ausstellungseröffnung „DAM Preis für Architektur in Deutschland 2010. Die 23 besten Projekte in/aus Deutschland“ statt.

Unten: Blick in den so genannten „Modernen Saal“ mit Funden aus dem frühen MA

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Architekt legt Schichten der Geschichte frei:
David Chipperfields Konzept für die Restauration des Neuen Museums sah vor, die Schäden nicht gänzlich zu verbergen, sondern als Spuren der Geschichte sichtbar zu lassen. Im Rahmen der Sanierung sind viele Wandpartien ganz bewusst nicht neu verputzt worden. Chipperfields Architektur lebt von der Haptik der Oberflächen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tomorrow David Chipperfield receives for the reconstruction of the Neues Museum in Berlin the DAM Award for Architecture in Germany 2010 well deservedly.

Due to the sensitive handling of the war-damaged historical buildings, this object is a perfectly good example of architectural restoration. The design quality of the creative reconstruction is noticeable especially in respect of the herd and the differentiated creative reinterpretation of the existing. Not to compare, such a restoration of a dilapidated building with the proposed reconstruction of the now non-existent Berlin Schloss, about which one can be divided.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Egyptian Museum, the papyrus collection and the Museum of Prehistory and Early History have obtained with objects from the collection of antiquities in the end of 2009 opened new showroom building.

 

 

 

 

 

 

 

 

The heart of the Neues Museum in Berlin is about 3,300 years old, colored bust of Nofretete, the wife of Pharaoh Echnaton. But it is not only this beautiful sculpture, 1912 in Tell el-Amara discovered during excavations, which attracts so many visitors. The real showpiece is the New Museum itself – as previously reported in my blog post last year:

https://herrmanns.wordpress.com/2010/09/08/museumsarchitektur/

Ein Kommentar zu “Baukultur

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