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Containerisierung

Überrascht hat mich bei meinem gestrigen Besuch der Ernst Ludwig Kirchner-Retrospektive im Frankfurter Städel-Museum die für diese Ausstellung neu geschaffene provokante Eingangssituation. In Erwartung eines großen Besucheransturms hat man dem eigentlichen Museumsbau – dem postmodernen Erweiterungsbau von Gustav Peichel – durch die Aufstellung von Containern ein neues und größeres Entrée hinzugefügt.  Dem mit hellem Granit verkleideten Baukörper des Städelschen Kulturinstituts mit seinem repräsentativen Erscheinungsbild ist ein in gewisser Weise freches, respektloses Provisorium angefügt. Das ephemere Bild und der Kontrast zwischen der edlen Natursteinverkleidung des Museums und der farbigen Kunststoff-Haut, mit dem die stählernen Kisten überzogen sind, ist durchaus markant. Die Kombination bzw. der Kontrast der Materialien Naturstein und Kunststoff prägen die visuelle Wahrnehmung. So wie der Expressionismus auf die Steigerung der Farbe beruhte, so sind die Container spannungsgeladen grell-grün.

„Green Building“

Offensichtlich bleibt kein Ort von dieser indifferenten Un-Architektur verschont, die scheinbar universell für die unterschiedlichsten Funktionen nutzbar ist und für weitere baukulturelle Miasmen sorgt.

Hier weitere Beispiele für die Omnipräsenz des Ready mades Container:

VUmc Medisch Centrum Amsterdam

Freitag Flagship Store in Zürich

Brügge

Berlin


Koblenz

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